Führung am Tag des offenen Denkmals durch Pfarrkirche St. Johannes der Täufer
Frisch aufpoliertes Schmuckstück

Mit Kirchenpfleger Wilhelm Schelz (rechts) hatten die Besucher einen ausgezeichnet informierten Führer.

Nach einer langen Renovierungszeit öffnete die Pfarrkirche St. Johannes der Täufer im vergangenen Jahr wieder ihre Pforten. Am Sonntag hatten die Bürger Gelegenheit, die Besonderheiten des Gotteshauses näher kennenzulernen.

Kirchenpfleger Wilhelm Schelz führte Besucher am Tag des offenen Denkmals durch die helle Kirche, die vor allem mit dem einmaligen Erzaltar Eindruck macht. Darin ist das letzte Eisenerz der 1987 geschlossenen Grube Leonie verbaut. Die Erzsteine an seiner Unterseite haben ihre ursprüngliche, unebene und natürliche Form behalten.

Insgesamt birgt die Pfarrkirche elf Altäre. Der Hochaltar zeigt eine ungewöhnliche Form mit zwei Freisäulen, die je eine Chorbank einschließen. Sehenswert sind die vier Akanthusaltäre in den hinteren Seitenkapellen. Gefertigt hat sie der 1678 in Degelsdorf geborene Barockkünstler Johann Michael Doser.

Wilhelm Schelz erläuterte die verschiedenen Objekte im Kirchenhaus. Die Zuhörer erfuhren viel über die kunstgeschichtlichen Hintergründe, über verarbeitete Materialien und natürlich auch über die Heiligen, die in den wunderbaren Figuren rund um das Kirchenschiff dargestellt sind. Die Einschätzung, dass die Auerbacher Pfarrkirche St. Johannes der Täufer zu den schönsten der Oberpfalz zählt, stellte jedenfalls nach der Führung niemand ernsthaft in Zweifel.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.