Hauptversammlung des Haus- und Grundbesitzervereins
Grundsolide Gemeinschaft

Die Treue von Anni Kormann und Ludwig Sichelstiel über Jahrzehnte zum Haus- und Grundbesitzerverein wurde mit einer Ehrenurkunde und der silbernen Ehrennadel belohnt. An Dr. Peter Schindler wird die Auszeichnung nachgereicht. Mit im Bild Vorsitzender Helmut Haberberger (rechts) und 2. Bürgermeister Herbert Lehner. Bild: cs
 
Die Treue von Anni Kormann und Ludwig Sichelstiel über Jahrzehnte zum Haus- und Grundbesitzerverein wurde mit einer Ehrenurkunde und der silbernen Ehrennadel belohnt. An Dr. Peter Schindler wird die Auszeichnung nachgereicht. Mit im Bild Vorsitzender Helmut Haberberger (rechts) und 2. Bürgermeister Herbert Lehner. Bild: cs

Auerbach/Nitzlbuch. "Mitglieder sind Herzstücke unseres Vereins", deshalb ist ihr stetiger Zuwachs ein besonderes Anliegen des Vorsitzenden des Haus- und Grundbesitzervereins. Mit einer konstanten Zahl wie im vergangenen Vereinsjahr mag sich Helmut Haberberger nicht zufrieden geben.

"Macht was dagegen", galt seine Aufforderung mit einem Schuss Humor nicht nur den 53 Anwesenden bei der Hauptversammlung im Schützenheim in Nitzlbuch, um künftig wieder eine Steigerung wie in den Vorjahren zu erreichen.

245 Personen


Sowohl die Empfehlung durch Mitglieder als auch deren Treue über Jahrzehnte trage dazu bei, dass sich der Haus- und Grundbesitzerverein mit unter die größten Vereine in Auerbach (245 Mitglieder) einreihen kann. Einen Anteil daran sieht Haberberger auch in geselligen Aktivitäten, wozu auch die Ausflüge zählen. "Ohne sie wäre dieser Zuwachs nicht zu verbuchen gewesen", ist er sich sicher. Dass diese Vermutung stimmt, zeigte sich wieder im vergangenen Jahr. Die Vereinsfahrt nach Regensburg mit Schifffahrt war innerhalb einer halben Stunde ausgebucht.

Zweiter Bürgermeister Herbert Lehner überbrachte zusammen mit den Grüßen des Stadtoberhauptes und seiner Stellvertreter auch den Dank für die Leistungen des Vereins durch Betreuung und rechtliche Beratung der Mitglieder. Als Vorsitzender des verwandten Vereins Siedlergemeinschaft "Am Rosenhof" (Verband Wohneigentum) stellte Lehner fest: "Wir sitzen in einem Boot, wenn es darum geht Angriffe und Gefahren auf das Eigentum zu erkennen und abzuwehren." Aktuell sorgen die Straßenausbaubeiträge und Folgegebühren für Ärger.

Die Forderung, die Abgaben auf mehrere Schultern zu verteilen, sei inzwischen ein Thema im Landtag. Schließlich benützen nicht nur Anlieger die Straßen, so das Argument der Kritiker an der momentanen Regelung. Großes Interesse hatte der Vortrag des Haus- und Grundbesitzervereins mit dem Chefjustitiar Manfred Nukui zum Thema "Topaktuelles für den Vermieter" gefunden, erinnerte Haberberger. Er listetet für das vergangene Jahr 33 Beratungen auf.

Von einer Erhöhung des Mitgliederbeitrages wurde auch diesmal abgesehen, auch wenn die Abgaben an den Landesverband nicht unerheblich sind, wie Haberberger meinte. Viel Neues gab es für die Mitglieder zum Thema "Umlage von Modernisierungskosten" von ihrem Vorsitzenden zu erfahren.

Nachhaltig einsparen


Voraussetzung für die kostenmäßige Umlage sind Maßnahmen, durch die Energie nachhaltig eingespart wird. Beispielsweise durch verbesserte Heizungsanlagen, Dämmung von Mauern und Dach, moderne Fenster, Solaranlagen zur Wassererwärmung oder Wärmepumpen. Dazu Maßnahmen für eine nachhaltige Reduzierung des Wasserverbrauchs und Arbeiten, durch die der Gebrauchswert der Wohnung nachhaltig erhöht wird. Instandsetzungsmaßnahmen, die den Zustand lediglich erhalten oder wieder herstellen, fallen nicht darunter, erklärte Haberberger.

Bei Mietverhältnissen erklärte der Vorsitzende es so: Bauarbeiten im Zuge der Modernisierung müssen vom Vermieter spätestens drei Monate vor Beginn angekündigt werden. Erfolgt dies nicht, muss der Mieter die Modernisierung nicht dulden. Im Fall einer energetischen Sanierung muss der Vermieter darlegen, inwieweit die Maßnahme zu einer Energieeinsparung führt.

Nach Erhalt einer Modernisierungsankündigung kann der Mieter den Vertrag kündigen und zwar zum Ablauf des übernächsten Monats nach Erhalt des Schreibens. Soweit die Ankündigung ordentlich erfolgte, darf der Vermieter nach Abschluss der Arbeiten die Miete erhöhen.
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