Hauptversammlung des TC Rot-Weiß-Auerbach
Sportgelände wird verkauft

Einen Ämterwechsel gab es beim TC Rot-Weiß: Michael Horn (rechts), wurde mit der Führung betraut, links sein Stellvertreter Armin Küst, der bisherige Vorsitzende, dem mit einem kleinen Präsent für seine vierjährige Amtsführung der Dank galt. Bild: Schleicher

Der geplante Verkauf des Sportgeländes an der Dornbacher Straße stand im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung des TC Rot-Weiß. Wie Schatzmeister Werner Kubitza dazu erläuterte, könnte der Vorstand nach der Satzung diesen Deal alleine durchziehen. Man wolle dafür aber die Zustimmung der Mitglieder einholen.

Diese wurde einstimmig erteilt. Die enormen Aufwendungen und der Kaufpreis mit Zinsen mussten aber stimmen, so wurde in der Versammlung bekannt. In seinem Bericht ging Vorsitzender Armin Küst zunächst auf statistische Details ein. Von den 260 Mitgliedern, die sich in den letzten Jahren kontinuierlich auf diesem Stand halten, sind 60 passiv; dazu kommen 50 bis 60 Kinder und Jugendliche.

Halle kostet viel


Erfreulich sei die Zunahme dieser Altersgruppe dank des Trainings von Jugendleiter Korbinian Appl. In einem angemessenen Rahmen verlief die 60-Jahr-Feier des Clubs im vergangenen Sommer. Derzeit werden die Plätze bestellt, wofür vor allem Kurt Ziegler und Martin Gerke Dank gelte. Einen riesigen Kostenpunkt stelle die Halle dar, die in die Jahre gekommen ist. Mit 40 Hallenstunden für die Kinder stoße man an die Grenzen.

Schatzmeister Werner Kubitza erläuterte den Kassenstand. Auf der Einnahmenseite fielen vor allem Beiträge, Tennishalle, Tennisheim, Jubiläum und Spenden sowie die Einsparung bei den Energiekosten ins Gewicht. Auf der Ausgabenseite waren dies Spielbetrieb, Mitgliederverwaltung (Abgaben zum Landesverband)) und Tennishallenbetrieb. Es konnte ein Überschuss von rund 5000 Euro erwirtschaftet werden, der zum Abbau der Schulden verwendet wurde. Es bleiben allerdings immer noch 25 000 Euro zu tilgen. "Da dies fast die gleichen Zahlen wie im Vorjahr waren, sind kaum noch Stellschrauben übrig, um etwas einzusparen," so der Schatzmeister.

Steigerung erhofft


Erfreulich sei die Verlängerung des Miet- und Pachtvertrags durch die Familie Neumüller. Nur so würden Zuschüsse genehmigt, für die man Anträge (z. B. Investitionen und Renovierung) an den Landesverband stellt.

Durch den Verkauf des eigenen Sportgeländes an der Dornbacher Straße erhofft man sich eine Steigerung im Vereinsleben und mehr Attraktivität für den Sportbetrieb. Die Revisoren Doris Graf und Hans Himmelhuber bescheinigten eine einwandfreie Kassenführung. Einen Saisonrückblick auf den Sommer 2015, die Winterrunde 2015/16 und einen Ausblick auf die kommende Saison gab Sportleiter Markus Hochholzer. Neun Mannschaften sind in diesem Sommer im Spielbetrieb. Da nur mehr drei Plätze bestellt wurden, müsse das Wetter unbedingt mitspielen, um Engpässe zu verhindern.

Der neue Vorsitzende betonte in seiner kurzen Antrittsrede: "Wichtig für die Außendarstellung des Vereins ist, dass alle Mitglieder an einem Strang ziehen." Sportlich laufe es gut, zu einem lebendigeren Vereinsleben sollten alle beitragen. Nach den Medenspielen sei im Vereinsheim oft "nichts mehr los." Zum Verkauf des Sportgeländes an der Dornbacher Straße erläuterte Werner Kubitza, dass der Fortbestand des Vereins auf alle Fälle gewährleistet sei. Man müsste aber Heim und Halle sanieren und die Plätze in einen besseren Zustand versetzen.

Konkrete Verhandlungen


Der Schatzmeister weiter: "Der Verein ist bereits in konkrete Verhandlungen eingetreten. Es ist ein potenzieller Käufer vorhanden, doch Konkretes wurde noch nicht vereinbart. Mit dem Verkaufserlös will der Verein die Schulden tilgen, Investitionen tätigen und ein Polster für die nächsten Jahre schaffen. Natürlich will der Verein die Kosten für Erwerb, Zinsen und Investitionen für dieses Gelände erlösen." Aus der Versammlungsrunde wurde deutlich herausgestellt, dass der Verein die zwei Anlagen nicht mehr betreiben kann. Es war auf den "oberen" Plätzen nicht mehr viel los, außer bei Trainingsstunden.

Dritter Bürgermeister Norbert Gradl bescheinigte dem Verein eine gute Arbeit, vor allem bei den Kindern und Jugendlichen. Anerkennung verdiene der Verein dafür, dass auch einige hochklassige Mannschaften im Spielbetrieb sind und man damit das Image der Stadt fördere. Mit der ausgezeichneten Jugendarbeit wurden die Weichen für die Zukunft gestellt. Mit dem Verkauf des Geländes an der Dornbacher Straße habe der Verein die Realität erkannt und vernünftig gehandelt.

VorstandBei den Neuwahlen änderte sich lediglich die Spitze. 1. und 2. Vorsitzender tauschten die Plätze, so dass sich folgender Stand für die nächsten zwei Jahre ergibt: Vorsitzender Michael Horn, 2. Vorsitzender Armin Küst, Schatzmeister Werner Kubitza, Schriftführerin Annalena Horn, Sportwart Markus Hochholzer, Jugendwart Korbinian Appl, Kassenprüfer Doris Graf und Hans Himmelhuber. Die Beisitzer werden satzungsgemäß vom Vorstand bestimmt. (cs)
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