Josef Stiefler-Ebert eröffnet Kfz-Prüfstelle
TÜV ist jetzt um die Ecke

Diplomingenieur (FH) Josef Stiefler-Ebert kann ab sofort die TÜV-Plakette in Auerbach vergeben. Rund 100 000 Euro investiert er in den Neubau der Kfz-Prüfstelle an der Degelsdorfer Straße. Bild: swt
 
Diplomingenieur (FH) Josef Stiefler-Ebert kann ab sofort die TÜV-Plakette in Auerbach vergeben. Rund 100 000 Euro investiert er in den Neubau der Kfz-Prüfstelle an der Degelsdorfer Straße. Bild: swt

In Auerbach gibt es keine Kfz-Prüfstelle. Doch das wird sich bald ändern. Josef Stiefler-Ebert füllt diese Lücke. Sein Ingenieur-Büro ist schon eröffnet.

Auerbach. (swt) Um ein Dienstleistungsangebot reicher ist die Bergstadt seit Beginn des Monats. Josef Stiefler-Ebert hat sein Ingenieur-Büro an der Degelsdorfer Straße in Betrieb genommen. Das freut vor allem die Besitzer von Kraftfahrzeugen, denn der gebürtige Ahorntaler macht künftig TÜV-Prüfungen oder Abgasuntersuchungen direkt vor Ort.

Dafür hat der Familienvater am Kfz-Betrieb seiner Frau Gudrun Ebert einen Anbau errichtet. Was hat ihn bewogen, in die Selbständigkeit zu gehen? "In Auerbach fehlt eine Kfz-Prüfstelle. Die Bürger, die ihr Fahrzeug selbst zur Hauptuntersuchung bringen wollen, müssen derzeit nach Pegnitz oder Eschenbach fahren."

Weil dem Oberfranken seine neue Heimat ans Herz gewachsen ist, stellte er sich auch diese Frage: "Warum soll ich dann die meiste Zeit des Tages in Bayreuth verbringen?" Dort war der 46-jährige seit März 1995 beschäftigt. 15 Jahre davon war er Prüfstellenleiter beim TÜV Süd. Nach dem Abitur hatte Josef Stiefler Maschinenbau an der Fachhochschule studiert und als Diplom-Ingenieur abgeschlossen. Anschließend ging es gleich nach Bayreuth. Sein beruflicher Weg verschlug ihn auch zu Terminen nach Auerbach, wo er seine heutige Gattin kennenlernte. Er heiratete 2000 Gudrun Ebert, die den gleichnamigen Kfz-Betrieb der Eltern weiterführt. Das Ehepaar hat zwei Kinder und lebt in Nasnitz.

Seit 1. April ist er nun freiberuflich als Prüfingenieur, eine geschützte Bezeichnung, tätig. Im Wesentlichen werde er sich mit dem amtlichen Bereich beschäftigen, das heißt: Haupt- und Abgasuntersuchungen, im Volksmund TÜV-Prüfung genannt. Auch für Eintragungen von Alurädern oder Tieferlegungen ist das Ingenieur-Büro dann zuständig. Auch Pkw, Motorräder, Anhänger, Wohnmobile oder Lkw bis 3,5 Tonnen können bei Stiefler-Ebert die TÜV-Plakette erhalten.

Rund 100 000 Euro investiert der 46-Jährige in den Anbau, der ausnahmslos von heimischen Firmen errichtet wird. Ein großer Prüfraum, ein Kundenannahmebereich und ein Technikraum werden ausgerüstet. Auf rund 100 Quadratmetern wird der Ingenieur künftig die Hälfte seiner Arbeitszeit vor Ort verbringen: Dazu werde er an drei Tagen in der Woche die Prüfstelle Auerbach öffnen. Montags von 8 bis 12 und 13 bis 17 Uhr, mittwochs von 13 bis 19 Uhr und Freitags von 13 bis 17 Uhr. Ebenso ist jeder erste Samstag im Monat von 9 bis 14 Uhr geöffnet.

Die restliche Zeit wird der Nasnitzer an Prüfstützpunkten in Partnerbetrieben tätig sein oder landwirtschaftliche Fahrzeuge auf Prüfplätzen in Dörfern untersuchen. Diesen Service bietet er vor allem in Franken an, aber seit geraumer Zeit auch in Nasnitz, wo alle sechs Wochen landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge unter die Lupe genommen werden .

Den Standort Degelsdorfer Straße hat er bewusst gewählt: "Wir hätten auch ins Industriegebiet gehen können, aber hier kann der Kunde die Zeit der Prüfung nutzen, um einkaufen zu gehen, die Innenstadt zu besuchen oder einen Kaffee zu trinken." Die offizielle Eröffnung ist für Mai geplant, inzwischen ist Stiefler-Ebert aber schon im Außendienst unterwegs. Für ihn sei jetzt der perfekte Zeitpunkt gewesen, noch einmal etwas Neues zu wagen. "Ich habe 21 Jahre mit Leidenschaft in Bayreuth gearbeitet, hatte über 20 Mitarbeiter. Jetzt wäre Halbzeit bis zur Rente. Jetzt ist der richtige Moment."

Privat ist der gebürtige Oberfranke auch politisch aktiv. Er ist seit sechs Jahren Ortssprecher von Nasnitz.
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