Landrat und Bürgermeister an der Straßenbaustelle zwischen Ohrenbach und Gunzendorf
Zufrieden mit den Fortschritten

Bürgermeister Joachim Neuß und Landrat Richard Reisinger (von links) besuchten am Dienstagmorgen die Baustelle an der Kreisstraße AS 43. Bild: sck

Seit dem 11. Juli laufen die Arbeiten zum Ausbau der Kreisstraße AS 43 zwischen Ohrenbach und Gunzendorf. Am Dienstagmorgen informierte sich Landrat Richard Reisinger vor Ort über den aktuellen Stand.

Ohrenbach. Er traf dort den Leiter des Tiefbauamts im Landkreis, Markus Simon, Bürgermeister Joachim Neuß und Stadtbaumeisterin Margit Ebner. Vertreter der Seuß Ingenieure GmbH und der Bauaufsicht erwarteten die Besucher.

Allseitige Zufriedenheit herrschte mit dem Fortschritt der Bauarbeiten. Die neue AS 43 wächst auf eine Fahrbahnbreite von 6,50 Meter und bekommt einen Geh- und Radweg. Er wird mit einer Breite von 2,50 Metern auf einer Länge von 1,3 Kilometern angelegt. "Der Landkreis steht hinter dem Willen und Wunsch der Stadt Auerbach", hob Landrat Reisinger hervor. Vor allem der Radweg sei ihr ein Anliegen gewesen.

Für das Projekt mit Gesamtkosten von etwa 2,5 Millionen Euro war ursprünglich eine Bauzeit von April bis Oktober geplant. Überdurchschnittlich hohe Kapazitäten bei der Firma Rädlinger aus dem oberfränkischen Selbitz hätten es ermöglicht, die Arbeiten auf die Monate Juli bis Spätherbst einzugrenzen.

Das kam auch den Planern zweier örtlicher Großveranstaltungen entgegen. Während des Tags der offenen Gartentür in Gunzendorf und des Sommernachtsfests in Steinamwasser seien Behinderung des Besucherverkehrs vermieden worden.

Bürgermeister Neuß unterstrich, wie gefährlich und unübersichtlich die enge Führung der AS 43 gerade durch den landwirtschaftlichen Verkehr im Sanierungsbereich sei. Der akribischen Planung und Organisation des jetzigen Straßenausbaus zollte er volle Anerkennung.

Für die Verbreiterung der AS 43 und den Bau des Geh- und Radwegs werden rund 4400 Kubikmeter Boden bewegt und 2000 Kubikmeter Bankettmaterial entsorgt. Besonders in sich hat es der bisherige Asphalt: Er enthält polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe, kurz PAK, die als krebserregend gelten. 600 Kubikmeter davon werden gelöst und abtransportiert.

Verbaut werden 9100 Quadratmeter Asphaltdeckschicht in der Fahrbahn, 60 Meter Stützwände und 13 Meter Verlängerung beim Rahmendurchlass am Ortlesbach. Auch im Bereich der Ortsdurchfahrt von Ohrenbach wird die Straßendeckschicht erneuert. Dafür werden rund 2 Millionen Euro investiert. Zuwendungsfähig sind davon 1,5 Millionen Euro. Bei einem Fördersatz von 50 Prozent erwartet der Landkreis einen Zuschuss von 750 000 Euro.

Im Anschluss an die laufenden Arbeiten steht mit einem Kostenanteil von etwa einer halben Million Euro die Sanierung der Gemeindeverbindungsstraße Gunzendorf-Penzenreuth bevor.
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