Magdalenenkapelle glänzt mit 14 Hinterglasmalereien
Bischof weiht neuen Kreuzweg

Erzbischof Ludwig Schick war in die Magdalenenkapelle gekommen, um den Kreuzweg und die Besucher der Andacht zu segnen. Bild: swt

Ranna. Hoher Besuch in der frisch sanierten Magdalenenkapelle in Ranna: Erzbischof Ludwig Schick aus Bamberg betete den Kreuzweg an den neuen Stationen, die er zuvor eingeweiht und gesegnet hatte. Erst im Februar war die kleine Kirche wieder für Gottesdienste zur Verfügung gestellt worden, nun gedachten die Gläubigen aus Ranna und den Nachbarorten gemeinsam der Leidensgeschichte Christi.

Pfarradministrator Dekan Markus Flasinski begrüßte den Gast aus Bamberg, Pfarrgemeinderatsvorsitzender Eugen Eckert erinnerte an Ursache und Entwicklung der Sanierungsmaßnahme. Die alten Kreuzwegstationen seien nicht mehr passend für die sanierte Kapelle gewesen und man machte sich auf die Suche nach neuen. Durch verwandtschaftliche Beziehungen hatte Eckert selbst Kontakt zur Glasgalerie Schmitt im Bayerischen Wald aufgenommen und bat um einen Vorentwurf, den die Kirchenverantwortlichen rasch guthießen. Auch der ausführende Architekt der Renovierung habe die Hinterglasmalerei passend gefunden.

Erzbischof Schick beglückwünschte die Gemeinde zu ihrem schönen Kreuzweg. Die 14 Stationen zeigten nicht nur das Leben und Leiden Christi, sondern würden den Herrn durch ihre Parallelen im täglichen Leben gegenwärtig machen. "Wenn Christus etwa unter dem schweren Kreuz dreimal fällt und dreimal wieder aufsteht, dann ist das wie im richtigen Leben." Nach schwerem Leid oder Problemen weiterzugehen, sei die Aufgabe, der man sich mit Gottes Hilfe mutig stellen könne. Der Kreuzweg zeige am Ende auch, das die Liebe Gottes ein Trost in allen Lebenslagen sei. "Wer seinen Sohn sterben sieht und dann auferstehen lässt, der ist wahrhaftig Trost für uns alle", sagte Schick.

Begleitet wurde die Andacht durch die Fahnenabordnung der Soldaten- und Kriegerkameradschaft und eine Delegation der Feuerwehr Ranna. Neben Pater Markus Flasinski begleitete auch der Neuhauser Pfarrer Johannes Nikel den Bischof. Anschließend hatten die Gläubigen im Versammlungsraum neben der Kirche Gelegenheit zu Gespräch und Austausch mit Ludwig Schick.

HintergrundHildegard und Herbert Schmitt von der gleichnamigen Glasgalerie in Zwiesel haben die 14 Kreuzwegstationen in Hinterglasmalerei geschaffen. Bei dieser besonderen Technik liegen sich die Mal- und die Schauseite gegenüber. Die Herausforderung liegt darin, das Motiv mit lichtundurchlässigen Farben rückwärts und spiegelverkehrt zum Gemälde aufzubauen. Die Szenen zeigen leuchtend und eindrucksvoll den Leidensweg Christi. Hildegard Schmitt wählte zu den Malereien einen silber-braun marmorierten Rahmen, der dezent das Motiv noch hervorhebt. (swt)
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