Margarete Mix steht seit 45 Jahren in kirchlichen Diensten, zum großen Teil in Hamburg
Urlaub in der alten Heimat

Margarete Mix gehört dem Redaktionskreis der Fachzeitschrift "was + wie" an und arbeitete an drei religionspädagogischen Büchern mit, darunter "Die Feste im Jahreskreis", das sie hier in der Hand hält. Bild: sck
 
Margarete Mix gehört dem Redaktionskreis der Fachzeitschrift "was + wie" an und arbeitete an drei religionspädagogischen Büchern mit, darunter "Die Feste im Jahreskreis", das sie hier in der Hand hält. Bild: sck

Einige Urlaubstage in ihrem Elternhaus in Auerbach verbringt derzeit die Autorin religionspädagogischer Bücher, Margarete Mix, begleitet von ihrem Ehemann Holger. Das Anwesen in der Michelfelder Straße ist ebenso bekannt wie ihre Eltern, Walburga und Josef Preininger.

Margarete Mix nutzte die Zeit in Auerbach für ein Treffen mit ihrem Bruder Erwin und seiner Familie. Bei einer Wiedersehensfeier mit Klassenkameradinnen aus der Volksschulzeit im Lokal in der Alten Münze ging es schon um Details für die Jubelkommunion 2017.

Umzug zur Tante


Das heutige Anwesen Preininger, bestehend aus Haus und Betriebsgelände der früheren Gärtnerei Belz, bewohnte ursprünglich Margaretes Tante mit ihrer Familie. Nach ihrem Mann verlor sie im Krieg auch den Sohn. 1958 zog Familie Preininger aus der Josefsiedlung in die Gärtnerei, um der Tante beizustehen.

Margarete Preininger war damals gerade zehn Jahre alt. Der acht Jahre ältere Bruder begann ein Ingenieurstudium für Hoch- und Tiefbau. Josef Preininger wurde Verwaltungsbeamter bei der Stadt Auerbach; Mutter Walburga ging als Vorsitzende in die Geschichte des katholischen Frauenbunds ein. Mehr als 35 Jahre währte die Ära der "Preininger Walli".

Margarete wechselte von der Volksschule an die Mittelschule der Auerbacher Schulschwestern von Unserer Lieben Frau und absolvierte danach ihre Ausbildung zur Erzieherin in Nürnberg. In dieser Zeit lernte sie ihren späteren Mann, Holger Mix, kennen, der dort gerade seine Technikerausbildung abschloss.

Einstieg als Leiterin


Noch während ihrer Prüfungsvorbereitungen suchte der damalige Pfarrer Schwarzfischer aus Kirchenlaibach nach einer guten Kraft für seinen eben erbauten neuen Kindergarten. Schulschwestern machten ihn auf die angehende Erzieherin erfahren. Er bot ihr die Leitung an, und Margarete sagte zu.

1968 folgte die Heirat mit Holger Mix aus Hamburg und der Umzug in die Hansestadt. Margaretes Vater vollzog die standesamtliche Trauung; der mit der Familie befreundete Missionar Pater Fritz Braun, ein gebürtiger Auerbacher, segnete ihren Bund am Traualtar. Die 20-Jährige ging den Weg aus Auerbach in den hohen Norden, in die Diaspora.

Die Kirche St. Bernard in Hamburg-Poppenbüttel war erst 1955 für 4300 Katholiken aus drei Stadtteilen gebaut worden. Pastor Istvan Czódor, der aus Ungarn stammte, griff gern auf Margaretes Erfahrungen aus Kirchenlaibach und ihr erzieherisches Talent zurück. Er engagierte sie für den Aufbau und die Leitung des neuen Gemeindekindergartens. Vorsichtige Einwände der gerade werdenden Mutter ließ er nicht gelten: "Bringen Sie Ihr Baby mit!" Das galt beim ersten Sohn 1969 ebenso wie beim zweiten ein Jahr später. Auch als 1975 ein neues Gemeindezentrum gebaut wurde und die Kindertagesstätte mit 95 Plätzen eingerichtet werden sollte, waren wieder Rat und Tat von Margarete Mix gefragt.

Berufsbegleitend studiert


Heute blickt sie auf 45 Jahre im kirchlichen Dienst zurück. In dieser Zeit hat sie berufsbegleitend ein Diplomstudium für soziales Gesundheitsmanagement absolviert, wurde Trainerin in Sucht- und Gewaltprävention. Veröffentlichungen in Fachzeitschriften folgten, die auch ins 2000 gegründeten Online-Handbuch für Kindergärten und Kindertagesstätten Eingang fanden.

Seit 1990 gehört sie im Gütersloher Verlagshaus dem Redaktionskreis der religionspädagogischen Fachzeitschrift "was + wie" an. Im Auftrag des Verlags entstanden bislang in Kooperation mit Fachkräften und Seelsorgern drei Bücher: "Gottes Schöpfung - unsere Welt - Jeden Menschen als ein Wunder achten", "Symbole im Kindergarten - verstehen und gestalten" sowie "Die Feste im Jahreskreis - verstehen und gestalten".

Angesichts eines "unmöglich realisierbaren" Personalschlüssels legte Margarete Mix dem Erzbischof von Hamburg, Dr. Werner Thissen, im neuen Jahrtausend ein Konzept zur Personalentwicklung in katholischen Kindertagesstätten vor. Für die Hansestadt Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern entwickelte sich daraus ein ökumenisches Projekt zur Ausbildung katholischer Erzieher an evangelischen Fachschulen.
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