Michelfeld pflegt besonderen Brauch bei der Fronleichnamsprozession
Kanonendonner beim Segen

Bischöflich-Geistlichen Rat Georg Braun (Mitte) und Diakon Thomas Wiegel zelebrierten gemeinsam das Hochamt zu Fronleichnam, Bild: eb

Michelfeld. Die Feiern an Fronleichnam begannen mit einem Hochamt, zelebriert von Bischöflich-Geistlichen Rat Georg Braun und Diakon Thomas Wiegel. Bei herrlichem Sonnenschein bewegte sich anschließend die Prozession durch den Ort. Die Anlieger schmückten ihre Häuser mit Birken und Fahnen in den Kirchenfarben. Eine alte Tradition wird auch heute noch gepflegt, nämlich das Schießen mit der Kanone beim Segen an den vier Altären. Dafür zuständig ist der Kanonier des Kriegervereins.

Die Familie Xaver Humsberger kann aus Altersgründen die anfallenden Arbeiten beim Aufbau des Altares nicht mehr verrichten: "Seit 1962 haben wir diese Aufgabe mit Freude gemacht. Bei dieser Gelegenheit möchte ich auch unserem Nachbarn Georg Speckner Dank sagen für die Unterstützung bei den anfallenden Arbeiten in dieser Zeit."

Jedes Jahr wurde vom Besitzer ein wertvoller Barockaltar zu Ehren des Allerheiligsten vor dem Haus aufgestellt. Das Kunstwerk, das aus Wien stammt, schmückte dort einmal eine Kapelle in einem Hotel. Bei einem Brand konnte der Altar gerettet werden. Durch die Hotelbesitzerin, eine Verwandte von Josef Iger aus Michelfeld, kam er in die Oberpfalz. Ihn sowie einige Kerzenleuchter mit jeweils fünf Kerzen und fein geschwungenen gläsernen Lilien hat Xaver Humsberger, amtlich bestätigt, nun der Pfarrkirche übereignet.
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