Nachwuchs der Stadtgarde dreht so richtig auf
Faschingsvirus schlägt voll durch

Vermischtes
Auerbach in der Oberpfalz
25.01.2016
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Skifahrerin Christina Wagner outete den Papa in der Bütt als "Pistensau".

"50 Jahre und kein bisschen müde": Mit der Altersangabe meint der närrische Nachwuchs natürlich nicht sich selbst. Das Tempo der erfahrenen Faschingsmacher geht er aber locker mit. 25 Programmpunkte in der Bütt und auf der Bühne bewiesen es am Sonntag bei der Kinderprunksitzung.

Auch im fünfzigsten Jahr des Bestehens der Faschingsgesellschaft Stadtgarde stehen die Zeichen gut für die Zukunft des organisierten Frohsinns in Auerbach. Die Jugend steht in den Startlöchern.

Schlag auf Schlag folgten Tänze, Büttenreden, Sketche und Witze, nachdem Vorsitzender Klaus Wagner die Bühne freigegeben hatte. Tochter Christina verriet bei ihrem Auftritt als Skifahrerin in der Bütt die Erkenntnis nach einem nervigen Skitag mit der Familie: "Mein Papa ist a Pistensau."

Neu in diesem Amt, zeigte Kindersitzungspräsidentin Eva-Maria Schübel stabile Nerven. Souverän führte sie durch das spritzige Programm, das Lachmuskeln und Zwerchfell der Mamas, Papas, Opas, Omas und weiterer Gäste strapazierte. Da schlägt der Faschingsvirus voll von Oma Elly (noch amtierende FG-Sitzungspräsidentin) auf die Enkelin durch.

Nachbarn tanzen mit


Wie seit Jahren erhielt der Nachwuchs Unterstützung durch Garden benachbarter Gesellschaften, dieses Mal aus Michelfeld, Pegnitz und Hersbruck. Eine glänzende Vorstellung aus eigenen Reihen bot die Juniorengarde, trainiert von Christine Küffner und Ines Schwemmer. Als weitere Formation der FG tanzte sich die Jugendgarde in die Herzen der närrischen Anhänger. Julia Schäfer, Vanessa Albert und Madlen Kustner leisten hier die Trainerarbeit.

Während die Tollitäten Claudia I. und Thomas entspannt im Saal der Unterhaltung folgten, stand das Junior-Prinzenpaar Anna I. und Manuel I. auf der Bühne im Mittelpunkt. Mit ihren närrischen Gesetze wollen sie einiges in Auerbach umkrempeln. Unter anderem soll das Hotel "Goldner Löwe" einer neuen Nutzung zugeführt werden: im Obergeschoss als Kino, darunter als Kinderdisco. Für Fahrschüler müssen als komfortableres Transportmittel Fünf-Sterne-Cermak-Busse her - mit WLAN-Anschluss, versteht sich. Vorbei seien sollen außerdem die Zeiten überraschender Schularbeiten, ermöglicht durch ein Vorwarnsystem per Handy oder Computer.

Kampf ums Smartphone


Von wegen "Hurra, ein Bruder": Die Freude über das Geschwisterchen, das sich ausgerechnet am Heiligen Abend einstellte, war bei Oliver Diertl nicht so groß. Er hatte sich eine andere Bescherung erwartet, wie er in der Bütt gestand: eine Playstation und ein Handy. Ein Lied vom Kampf um das Smartphone, das ihr die Mutter verweigert, sang Lotte Wittmann. Auch Witze-Königin Franziska Schübel, Selina Meisel, Timo Kirzdörfer und beim Mülltonnen-Sketch Isa Gnan, Johanna Schuster, Eva-Maria Schübel und Martin Wagner brachten Kurzweil ins Haus.

Neben dem Applaus waren zahlreiche Orden das Brot der jungen Künstler. Einen solchen verdiente sich auch Andreas Schmid als langjähriger treuer Besucher der närrischen Veranstaltungen. Der Auftritt der Lollis unter den Trainerinnen Simone Ixmann und Kerstin Kriegisch läutete dann unter viel Beifall das Finale ein.
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