Neuer Dorfplatz und ein Bushäuschen
Zogenreuther drücken aufs Gas

Der Zahn der Zeit nagt am Spielplatz und dem nebenstehenden alten Stadel in Zogenreuth. Dort soll der neue Dorfplatz entstehen mit Gelegenheit zum Treffen, Feiern und Spielen. Bilder: swt (2)
 
Der Planentwurf für das Areal um das Bushäuschen in Zogenreuth.

Positiv gestimmt war die Bevölkerung von Zogenreuth bei der Versammlung im Gasthaus Strauß am Dienstagabend. Dort stellten Bürgermeister Joachim Neuß und Landschaftsarchitektin Ursula Barth den Vorentwurf für Dorfplatz und Bushaltestelle vor.

Zogenreuth. So wird die bisherige, provisorische Haltestelle gegenüber des Anwesens Schober befestigt, ein Bushäuschen aus Glas und Stahl installiert und das Areal begrünt. Auch eine Sitzgelegenheit und ein Infobereich sollen entstehen.

Dort, wo vergangenes Wochenende auch der Maibaum aufgestellt wurde, wird künftig nur noch der Bus-Wartebereich sein. Sicheres Einfahren des Busses, sicherer Aufenthalt vor allem der Schulkinder und ein sicherer Zustieg sind die Hauptkriterien, hieß es in der Versammlung.

Im unteren Dorf


Der Dorfplatz selbst soll im Unteren Dorf entstehen. So wurde es bei einer Ortsbegehung im Herbst 2015 von den Anwohnern festgelegt. Die Platzsituation ist nach Meinung der Planer ideal zur Pflanzung von Bäumen, für eine wassergebundene Oberfläche mit begrünten Sitzgelegenheiten, eine Möglichkeit Mai- oder Kirwabaum aufzustellen oder ein Dorffest abzuhalten. Die Nähe zum Spielplatz war ebenfalls ausschlaggebend für den Entwurf.

Klare Linien im Sitzbereich, eventuell Obstbäume am Rand, schattenwerfende Kastanien am Spielplatz und eine Freifläche für das Zelt hat auch Ursula Barth in ihren Plan eingearbeitet. Der dort noch stehende Stadel im Besitz der Familie Schmidt kann abgerissen werden, hieß es. Rund 11 000 Euro kostet der Bus-Wartebereich, noch einmal 10 000 Euro der nötige Grundstückserwerb.

Die Kosten für den Dorfplatz werden auf 51 000 Euro geschätzt. Ideen und Mithilfe der Dorfbewohner werden erhofft. Erst 2017 kommt der Bus-Wartebereich, 2018 der Dorfplatz. Das schmeckte manchem Anwohner allerdings nicht. Peter Schreg jun. fragte nach, warum nicht wenigstens der Busbereich heuer schon gemacht werde. Rathauschef Neuß erklärte, dass das Budget der Stadt beschränkt sei und die Aufgaben verteilt werden müssten. Er bat um Geduld und Verständnis. Günther Schober wollte wissen, welche Beschaffenheit das Pflaster haben wird. Ursula Barth denkt an graues Betonpflaster, über Musterung könne man noch nachdenken. Werner Linder fragte nach, warum die Bushaltstelle nicht am neuen Dorfplatz errichtet wird. Neuß entgegnete: "Die Dorfbewohner haben das letzte Wort, wir planen nach den Wünschen der Versammlung im Herbst."

"Dauert zu lange"


"Mir taugt der Vorschlag so wie er ist, es dauert nur zu lange!", brachte es Peter Schreg auf den Punkt. Ortssprecher Wolfgang Wiesent bedankte sich bei den Zogenreuther Bürgern für ihr Engagement und hofft auf eine zügige Umsetzung.

Die Versammlung nutzten die Anwohner gleich, um weitere Anliegen vorzubringen. So weist die Zubringerstraße von Richtung Auerbach her, die von der Dornbacher Straße abzweigt, tiefe Bodenwellen auf. Siegfried Neukam bat um Behebung.

Bessere Beleuchtung


Werner Lindner wollte eine bessere Beleuchtung am Feuerwehrhaus. Bürgermeister Neuß erklärte, dass derzeit Solarleuchten getestet würden, die Erfolge seien vielversprechend. Wolfgang Wiesent bat in diesem Zusammenhang, die marode Bushaltestelle an der alten B 470, Einfahrt nach Zogenreuth, nicht zu vergessen und erst dort Leuchten anzubringen. Neuß bat darum, dass Bushäuschen in Ligenz anzuschauen, dass der Bauhof selbst gebaut und mit Solarleuchten ausgestattet hat. Dies wäre eine Option.

Er erklärte, dass alle Anliegen geprüft würden. Er bat die Anwohner, sich gleich zu melden, wenn ihnen etwas auffällt und nicht auf eine Versammlung zu warten. "Wir können dann gleich reagieren." Erster Ansprechpartner in allen Angelegenheiten sei auch der Ortssprecher.
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