Panoramabild ist Exponat des Monats November im Museum 34
Ansichtssache Auerbach

Deutlich zu erkennen ist auf diesem vor rund 140 Jahren entstandenen Bild der Stadt Auerbach der Predigerturm, die zur Straße zeigenden Giebel am Unteren Markt und der große Stadtweiher der zu Zeiten Kaiser Karl IV. angelegt wurde. Im Hintergrund ist schemenhaft das Kloster Michelfeld zu erkennen. Repro: hfz

Ein bedeutender Schatz lagert im Tresor des Auerbacher Rathauses. Joseph Köstler (1849 - 1925) erlebte die Stadt zu einer Zeit, in der Gebräuche, Handwerkskunst und Infrastruktur eine andere Rolle spielten als heute. 25 Jahre lang recherchierte der Lehrer das Leben seiner Heimat und beschrieb es in einer 27-bändigen Chronik, die seinen Namen trägt.

Neben unzähligen Berichten und Fakten fanden auch Bilder und Fotografien ihren Weg in die Köstler-Chronik. Entstanden sind diese Aufnahmen um das Jahr 1872. Sie stammen vom Fotografen Anton Müller, der sein Atelier am Unteren Markt im Haus 171 (heute Unterer Markt 21) eingerichtet hatte. Im Auftrag Köstlers lichtete er seine Stadt ab.

So entstanden historische Ansichten der Bachgasse, des Marktplatzes mit der "alten" Stadtschreiberei und der Reste der Stadtmauer. Vom Gottvaterberg herab - der damals noch Ebersberg hieß - nahm Müller ein Panoramabild auf. Es zeigt ein Auerbach in der weiten Leere seines Umlandes - zu einer Zeit, in der keine Wohnsiedlungen, Supermärkte und Parkplätze die Stadt umringten, sondern nur Felder, Wiesen und Wälder.

Das Museum 34 zeigt dieses Bild als Exponat des Monats November. Turnusmäßig geht das Modell der Kirche Hopfenohe zurück ins Archiv.
Weitere Beiträge zu den Themen: Museum 34 (5)Exponat des Monats (1)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.