Patenschaft zwischen Auerbach und Minenjagdboot beendet
Marine gibt Urkunde zurück

52 Jahre währte die Patenschaft der Stadt über ein Boot der Bundesmarine, zuerst die Neptun, später dann, 1991 dann in Dienst gestellt, die Auerbach. Am Donnerstag wurde das Hohlstablenkboot nun außer Dienst gestellt. Bürgermeister Joachim Neuß bekam am Freitag von Korvettenkapitän Thorsten Grabsch die Patenschaftsurkunde zurück.

Kein leichter Akt für die Beteiligten, vor allem auch die Vertreter der Knabenkapelle, die maßgeblich an der Lebendigkeit der Patenschaft mitgewirkt hatten. Die auf Hochglanz polierte Bootsglocke der Auerbach gab es als Geschenk dazu. Auch den Schriftzug, das Bugwappen und das Stadtwappen erhielten die Auerbacher. 2. Bürgermeister Herbert Lehner hatte dies bei der offiziellen Außerdienststellung in Kiel bereits in Empfang genommen.

Am Freitag nun versammelte sich die 15-köpfige Delegation der Besatzung im Rathaus im Kreis vieler Ehrengäste. Bürgermeister Joachim Neuß erinnerte in seiner Ansprache an den Beginn der großen Freundschaft, die der in diesem Jahr verstorbene Ehrenbürger Kapitän Joachim Rehberg einst eingefädelt hatte. Eine intensiv gelebte Patenschaft sei es gewesen, viele gegenseitige Besuche, vor allem auch durch das Engagement der Knabenkapelle hätten Freundschaften entstehen lassen, gemeinsame Erlebnisse und viele geteilte Erinnerungen.

"Es war immer eine Willkommensstimmung in der Stadt, wenn sich die Matrosen zu einem Besuch angemeldet hatten," erinnerte Neuß, etwa zum Bürgerfest oder zum Konzert der Knabenkapelle. Generationen von Musikern hätten das Boot kennengelernt, viele Bürger die Ostsee besucht.

Kommandant Thorsten Grabsch dankte für die lange währende Patenschaft und versprach, dass zwar ein Boot außer Dienst gestellt sei, aber die menschlichen Beziehungen bleiben werden. Grabsch wird künftig das Kommando auf der "Pegnitz" führen, das Patenboot der oberfränkischen Nachbarschaft, acht Besatzungsmitglieder wechseln ebenso dahin. Für 2016 steht bereits wieder ein Besuch der Knabenkapelle in Kiel an. Ob ein Patenschaftsverein gegründet wird, um die Beziehungen weiterleben zu lassen, ist noch nicht geklärt.

Bereits am Donnerstag war eine städtische Delegation nach Kiel gereist, um der Außerdienststellung der "Auerbach" beizuwohnen. Diese folgte einem festgelegten Ablauf. Der Kommandeur des 5. Minensuchgeschwaders, Fregattenkapitän Tobias Voß, leitete die Zeremonie. 2. Bürgermeister Herbert Lehner überbrachte den Dank und die Grüße der Stadt. Mit dabei waren unter anderem auch Chronist Rudolf Weber, Gerhard Waldmann als langjähriger Pate und Irmgard Rupprecht, Schatzmeisterin der Knabenkapelle.

Mit Standkonzert


Zusammen mit den Matrosen trat die Knabenkapelle am Freitagabend dann auf dem weihnachtlich geschmückten Marktplatz an, um musikalisch den Abschied in Auerbach zu begleiten. Gleichzeitig gratulierten beide Delegationen musikalisch dem Vorsitzenden der Knabenkapelle Elmar Hamerla zu seinem Geburtstag. Bei einer gemeinsamen Feier im Schützenheim in Nitzlbuch klang der Abend aus.
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