Planungsauftrag für die Erschließung des Baugebiets Franz-Josef-Strauß-Platz
Einstimmig und ohne viele Worte

Das künftige Baugebiet am Franz-Josef-Strauß-Platz wird auch mit einem Kanalkataster erfasst. Bild: swt

Viel Konsens, wenig Redebeiträge - die letzte Stadtratssitzung vor der Sommerpause schritt zügig voran. Als sich dann im Tagesordnungspunkt 6 noch immer niemand zu Wort meldete, schienen der Bürgermeister und die Verwaltung schon fast etwas verwundert zu sein.

Dabei ging es um die Ausweisung des neuen Baugebietes am Franz-Josef-Strauß-Platz. Nach dem Beschluss des Stadtrats im April lagen der Bebauungsplan und die Flächennutzungsplanänderung vom 27. Juni bis 11. Juli öffentlich aus. Auerbacher Bürger äußerten sich in dieser Zeit nicht zu den Entwürfen. Mit den Bedenken und Anregungen von Behörden und Verbänden beschäftigt sich die Rösch Architekten und Stadtplaner GmbH.

Um die Erschließung des Baugebiets möglichst bald beginnen zu können, will die Stadt schon in diesem frühen Stadium die Planungsleistungen für die Erschließung vergeben. Das Paket umfasst die Pläne für die Stichstraßen, den Ausbau der Hopfenoher Straße, den Schmutzwasserkanal, die Wasserleitung und die gesamte Infrastruktur. Einstimmig vergab der Stadtrat diese Arbeiten an die Seuß Ingenieure GmbH aus Amberg.

Für sie deutete sich gleich ein Anschlussauftrag an, als es um einen Kanalkataster und eine hydrotechnische Berechnung für das Gebiet Gottvaterberg ging. Der Bereich im Osten des Baugebiets Franz-Josef-Strauß-Platz wird über den ehemaligen Festplatz entwässert. Die notwendige Kanalleitung entsteht in der zukünftigen Fußwegverbindung. Momentan werden die Abwässer im Mischsystem über die Glückaufstraße in Richtung Behälterweiher abgeleitet.

Derzeit bereiten starke Regenfälle in der Bergknappenstraße immer wieder Probleme. Abhilfe soll durch eine hydrotechnische Berechnung inklusive Kanalkataster geschaffen werden. Nachdem die Seuss-Ingenieure schon die Erschließung des neuen Baugebiets planen, erschien es sinnvoll, auch diese Aufgabe an das Amberger Büro zu vergeben. Es bot die Ingenieurleistung einschließlich Vermessung, Berechnung und Auswertung für 26 673,85 Euro an.

Hier meldete sich mit Josef Lehner (CUU) der erste Stadtrat zu Wort. Er wollte wissen, ob die Kosten für Kanalplanung und -bau umgelegt werden können. "Nicht auf die neuen Häuslebauer, aber dafür bei den Kanalgebühren der Stadt", antwortete ihm Bürgermeister Joachim Neuß. Wie Kämmerer Michael Bierl hinzufügte, sei das "sogar ein Muss".
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