Polizei stuft Kriminalitätsbelastung in der Region nach wie vor als niedrig ein
Zwei von drei Fällen geklärt

Der Fall des getöteten Kalbs an Silvester in Welluck beschäftigt die Polizei noch immer. Im Gülleablauf wurde eine Messerscheide gefunden. Bild: swt

Die Bürger in und um Auerbach können sich nach wie vor sicher fühlen. Das ergab die Vorstellung der Kriminalstatistik der Polizeiinspektion Auerbach mit Polizeistation Vilseck im Rathaus.

2015 registrierten die beiden Dienststellen insgesamt 587 Straftaten, davon 278 in Auerbach. Das sind insgesamt 31 weniger als im Vorjahr. Im Bereich Auerbach steht dagegen ein leichter Anstieg um vier Straftaten zu Buche.

Erfasst und eingestellt


Die Aufklärungsquote bezifferte Polizeihauptkommissar Manfred Plössner auf 66,6 Prozent (Vorjahr 66,7 Prozent). In der Oberpfalz lag sie bei 70,7 Prozent; bayernweit klärte die Polizei im Jahr 2015 72,5 Prozent der Straftaten auf. Die hohen überörtlichen Werte erklärten sich durch Anzeigen nach dem Aufenthalts- und Asylverfahrensgesetz: Jeder Asylbewerber, der ohne Genehmigung einreise, begehe damit eine Straftat. Diese werde zwar erfasst, dann aber wieder eingestellt.

Viermal Kinder missbraucht


Zehn Delikte (im Vorjahr elf) gegen die sexuelle Selbstbestimmung mussten bearbeitet werden. Vier Mal wurde wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern ermittelt. Alle Fälle konnten aufgeklärt werden.

Die Rohheitsdelikte - dazu gehören Raub, Körperverletzung, Bedrohung und Nötigung - sanken um elf auf 116 Taten. Die Aufklärungsquote stieg nochmals um 5,3 Prozent auf 97,4 Prozent. Rückgänge seien im Bereich Körperverletzung zu registrieren. Oft gehe tätlichen Auseinandersetzungen Alkoholkonsum voraus. Nicht zuletzt sei die Tötung eines Kalbs in Welluck am Silvestertag auch für erfahrene Beamte ein besonders grausamer Vorfall gewesen.

Alles andere als harmlos


40 Rauschgiftsdelikte gab es im Gesamtbereich der PI, zwölf davon in Auerbach selbst. Die Polizei sieht vor allem psychoaktive Substanzen, die sogenannten Legal Highs, auf dem Vormarsch. "Viele sind sich des Risikos beim Konsum der vermeintlich harmlosen Kräutermischungen nicht bewusst", warnt Plössner und verweist auf 23 Todesfälle bayernweit.

"Die Kriminalitätsbelastung in unserer Region ist nach wie vor als niedrig einzustufen. Bei 587 Straftaten in Relation gebracht zur Aufklärungsquote mit einem Wert von 66,6 Prozent können sich die Bürgerinnen und Bürger im Schutzbereich der Polizeiinspektion Auerbach mit der Polizeistation Vilseck weiterhin sicher fühlen", schloss Plössner seine Ausführungen.

DienstbereichZuständig sind die Polizeiinspektion Auerbach und die Polizeistation Vilseck für die sechs Gemeinden Auerbach, Edelsfeld, Hirschbach, Königstein, Freihung und Vilseck mit insgesamt etwa 22 500 Einwohnern. Weiter leben im Einzugsbereich der beiden Polizeidienststellen etwa 16 400 US-Amerikaner, die sich aus Militärs samt ihren zivilen Angehörigen zusammensetzen. (swt)
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