Polizeiinspektion Auerbach mit Polizeistation Vilseck legt Verkehrsstaistik für 2015 vor
Unfälle fordern vier Todesopfer

Fast unverändert zeigen sich in der Verkehrsstatistik der Polizei Auerbach für 2015 die Unfälle mit Personenschaden. Die Zahl der Verletzten liegt aber gleich um gut 20 Prozent höher. Ein einziger Unfall ist dafür verantwortlich.

2015 nahm die Polizeiinspektion Auerbach in ihrem Gebiet, das auch die Polizeistation Vilseck umfasst, 585 Verkehrsunfälle auf. Das bedeutet im Vergleich zum Vorjahr einen Zuwachs von 13 Prozent. Ein Großteil davon - 411 an der Zahl - zählt zu den Kleinunfällen. Andererseits mussten vier Menschen ihr Leben lassen.

Innerhalb weniger Tage im Juli 2015 ereigneten sich auf der B 85 im Bereich Königstein zwei folgenschwere Verkehrsunfälle. Eine 20-jährige und eine 53-jährige Frau, beide aus Auerbach, verstarben an den Folgen. Aufsehen erregte im November der Zusammenstoß eines DB-Regio-Zugs und eines rumänischen Sattelzugs an einem beschrankten Übergang der Bahnstrecke Vilseck-Weiden in Freihung. Der Zugführer und der Lkw-Fahrer fanden den Tod; 22 Personen wurden verletzt. Der Schaden belief sich auf knapp drei Millionen Euro.

Die Zahl der Unfälle mit Personenschaden blieb im Vergleich zu 2014 nahezu konstant, wuchs lediglich von 76 auf 77. Bedingt durch das folgenschwere Zugunglück stieg jedoch die Anzahl der Verletzten deutlich von 100 auf 121.

Wenn eine Straftat oder eine gravierende Ordnungswidrigkeit damit einhergeht, spricht die Polizei von einem schwerwiegenden Unfall mit Sachschaden. Hier beobachteten die Auerbacher Ordnungshüter in den vergangenen Jahren ein auf und ab. 2015 weist die Statistik einen Anstieg von 88 auf 97 aus. Hochgeschnellt sind die sogenannten Kleinunfälle. Zu ihren Ursachen gehören auch witterungsbedingte Einflüsse wie Schnee- und Eisglätte. Steil nach oben zeigt die Kurve der Wildunfälle.

Positiv zeigt sich die Entwicklung der Schulwegsicherheit im Bereich der Polizeiinspektion Auerbach. Wie schon in den beiden Jahren davor ereignete sich auch 2015 kein Unfall. 70 Unfälle mit Fahrerflucht registrierten die Beamten im vergangenen Jahr; exakt die gleiche Zahl wie 2014. 30 Mal gelang es - oft dank der Hinweise von Zeugen - die Unfallverursacher zu ermitteln.

Als Fahranfänger gelten in der Statistik Verkehrsteilnehmer im Alter zwischen 18 und 24 Jahren. Sie verursachten im vergangenen Jahr 34 Unfälle mit Personen- oder schwerwiegendem Sachschaden. 2014 war es einer weniger gewesen. Während zu hohe Geschwindigkeit eine Hauptunfallursache bleibt, spielt der Alkohol in dieser Altersgruppe nur noch eine untergeordnete Rolle. 31 alkoholisierte Kraftfahrzeugführer wurden "aus dem Verkehr gezogen". Zehnmal kam die Polizei noch vor Antritt der Fahrt und nahm angetrunkenen Zeitgenossen die Autoschlüssel ab. Neun Fahrten unter Drogeneinfluss wurden erfasst.

Das Laser-Handmessgerät der PI Auerbach war 146 Stunden im Einsatz. 145 Rasern bescherte es eine Bußgeldanzeige, verbunden mit Punkten in Flensburg und teils auch Fahrverboten. 52 Brummis kontrollierten die Ordnungshüter und beanstandeten 26 davon.
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