Professfeier im Mutterhaus
Braut Christi auf Lebenszeit

Die ganze Festgesellschaft vor dem Gotteshaus. Die Novizinnen trugen weiße Schleier, die Ordensschwestern mit zeitlichem Gelübde auf drei Jahre schwarze. Bild: sck

Sonniges Sommerwetter, strahlende Gesichter und eine schöne Stimmung prägten den vergangenen Samstag. Der Grund: Die Kongregation der Schulschwestern von Unserer Lieben Frau feierte in ihrem Auerbacher Mutterhaus mit Erzbischof Dr. Ludwig Schick Einkleidung sowie zeitliche und ewige Profess.

Als Postulantinnen hatten sich Sandra Walter aus Mindelstetten, bekannt durch die heilige Anna Schäffer, und Simona Borstner aus Klagenfurt im Kärntner Land auf ihre Einkleidung für ein zweijähriges Noviziat vorbereitet. Die Schwestern Maria Klarissa Hartmann und Maria Ancilla Pitroff beendeten diese Phase nun und legten die Ordensgelübde auf Zeit für drei Jahre ab.

Eine endgültige Entscheidung hingegen hat sich für Schwester Maria Gabriele Widmann in den drei Jahren seit ihrem Ordensgelübde auf Zeit ergeben. Aus freien Stücken und ganz bewusst trat sie an den Altar, um vor der Generaloberin der Kongregation und vor Erzbischof Dr. Ludwig Schick das ewige Versprechen abzulegen und Gehorsam, Armut und ehelose Keuschheit zu geloben.

Der Kirche nahe


Schwester Gabriele steht Zeit ihres Lebens schon dem christlichen Glauben und der Kirche nahe, bekundete sie. Die gelernte Steuerfachwirtin unternahm so auch gerne religiöse Bildungsreisen und Wallfahrten. Sie lernte in Exerzitien verschiedene Klöster kennen.

Im Mutterhaus der Schulschwestern in Auerbach fühlte sie sich auf Anhieb wohl. Nach ihrem Noviziat war sie zunächst im Haus St. Josef in Auerbach eingesetzt. Seit Herbst 2015 wirkt sie in einer der beiden Filialen, die die Kongregation in Eichstätt hat.

Die Krankenschwester M. Klarissa, aus einer kinderreichen Familie im Raum Kaufbeuren stammend, war in ihrem Noviziat zuletzt im Altersheim der Schulschwestern tätig. Ihre Geschwister wirkten mit bei der Gestaltung der Vigilfeier am Freitagabend, und ihre kleine Schwester ging bei der Professfeier als "weißes Mädchen" mit. Schwester M. Ancilla, geboren in Pottenstein, getauft von Konzelebrant Fritz Hilbert und Ministrantin bei Pfarrer Anton Heinz, hat für ihr Noviziat ihr Studium für das Lehramt an Gymnasien unterbrochen. Sie weihte sich nun Gott durch die Ablegung der Ordensgelübde auf drei Jahre und wird ihr Lehramtsstudium fortsetzen.

Sandra Walter verspürte ihre Berufung im Gebet. "Ich erfuhr es als beglückende Wirklichkeit, von Gott geliebt zu werden." So begründet sie ihren Wunsch, Ordensfrau zu werden. Die Abiturientin Simona Borstner strebt den Beruf der Erzieherin an und wird die Berufsausbildung nach den zwei Jahren als Novizin beginnen. Sie ist überzeugt: "Gott hat einen Plan für jeden von uns."

Beim Einzug in die Klosterkirche begleiteten Erzbischof Schick aus Bamberg, die Generaloberin Schwester Maria Anezka Bednarová aus dem tschechischen Königgrätz mit ihrer Assistentin Schwester Maximiliana Pavilekova sowie Dekan Pater Markus Flasinski und acht weitere Konzelebranten die fünf jungen Frauen. Nach dem Einzug zu Trompeten- und Orgelklang begrüßte der Hausgeistliche Pfarrer Albert Werner die Festgemeinde.

Die Aufnahme erbeten


Dann erbaten Sandra Walter, nun Schwester Maria Anna, und Simona Borstner, nun Schwester Maria Esther, die Aufnahme in die klösterliche Gemeinschaft und erhielten vom Erzbischof das Ordenskleid, das Stundenbuch der Kirche und eine brennende Kerze. Im weiteren Verlauf des Wortgottesdienstes wurden Schwester Klarissa und Schwester Ancilla aufgerufen. Sie erklärten laut vernehmlich vor der Generaloberin ihre Bereitschaft, Gott zu dienen. Daraufhin legten sie den weißen Schleier ab und erhielten den von Erzbischof Schick gesegneten schwarzen Schleier und die Ordensregel.

Das Versprechen


Nach der erzbischöflichen Festpredigt trat Schwester M. Gabriele vor die Generaloberin und den Oberhirten aus Bamberg, um das Versprechen auf Lebenszeit abzulegen und als Braut Christi auch Werkzeug zu sein. Schon in seiner Predigt hatte Schick vom biblischen Bild für die innige Verdingung Jahwes zum Volk Israel im Alten Testament und von Christus zu seiner Kirche gesprochen. Nach dem feierlichen Gelübde sang der Schwesternchor unter Leitung von M. Theresia Hauthaler.
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