Rotes Kreuz Auerbach meistert 2015 Routineaufgaben und zwei besondere Herausforderungen
G 7-Gipfel „ein einmaliges Erlebnis“

Auch im 130. Jahr seines Bestehens hat das Rote Kreuz in Auerbach die gestellten Aufgaben gemeistert. Gut gerüstet gingen die Helfer in den Einsatz beim G 7-Gipfel in Elmau. Unerwartet kam dann noch eine andere Herausforderung auf sie zu.

Was Rettungsdienst und Bereitschaft 2015 zu leisten hatten, vermittelte Bereitschaftsleiter Markus Popp durch seine Berichte bei der Hauptversammlung. Zu den Routineaufgaben kamen der G 7-Gipfel in Elmau - "ein einmaliges Erlebnis für alle Beteiligten" - und die seit Sommer andauernde Betreuung von Flüchtlingen.

Helferkreis gewachsen


Fünf neue Mitglieder bescherten der Bereitschaft zum Jahresende einen Stand von 66 Helferinnen und Helfern. Sie leisteten 11 655 ehrenamtliche Stunden, 558 mehr als 2014. Dabei lieferten sie 10 630 Mahlzeiten aus, fuhren 1161 Einsätze im Rettungsdienst und betreuten 857 Blutspender. 267 Stunden kümmerten sie sich um Asylsuchende.

Zu den insgesamt acht Blutspendeterminen kamen in Auerbach 561 Menschen und in Königstein 296. Diese Zahlen blieben nahezu unverändert. Allerdings gab es weniger Erstspender in Königstein.

Digitalfunk in Startlöchern


Ende des zweiten Quartals 2016 kommt der Digitalfunk. Erste Erfahrungen bei der Leitstelle Bayreuth, die diese Technik bereits seit Januar nutzt, seien erfreulich ausgefallen.

"Wir sind da und werden weiterhin alles versuchen, Notleidenden und Hilfesuchenden zu helfen", betonte Popp. Allerdings komme immer häufiger das Gefühl auf, dass der Dienst als selbstverständlich betrachtet werde - "nach dem Motto, die müssen das tun, die sind dafür da".

Bürgermeister Joachim Neuß sah im BRK "eine tolle Truppe, die im ständigen Einsatz und durch ständige Ausbildung jederzeit auf dem letzten Stand ist". Am Gesundheitswesen kranke es, am Rettungsdienst nicht.

"Hoch aktiv und einen Top-Nachwuchs", bescheinigte Dieter Hauenstein für die Kreisbereitschaft dem Auerbacher BRK. Bei der Bewältigung der Flüchtlingsströme dürften sich die Rotkreuzler als kleine Helden im Stillen fühlen. Neue Aufgaben warteten in den nächsten Wochen mit dem Manöver von mehreren tausend Fallschirmspringern der US-Army im Bereich Schmidmühlen. 92 Einsatzkräfte sind dafür angefordert.

Club-Fan überrascht


Eine Überraschung wartete auf Alfred Seifert, der kürzlich nach 16 Jahren als Organisator der Blutspendetermine vor Ort verabschiedet worden war: Mit einer Begleitperson durfte der Club-Fan am Sonntag zur Begegnung des 1. FC Nürnberg mit RB Leipzig reisen. (Mehr zum Thema)

Bilanz der WacheKaum einen Unterschied zeigt der Vergleich der vergangenen beiden Jahre bei den Einsätzen der Rettungswache Auerbach. 1161 Transporte waren es 2015. Auffällig ist dagegen die Zahl der gefahrenen Kilometer, die von 39 464 auf 40 719 wuchs. Bereitschaftsleiter Markus Popp nannte dafür einige Gründe, etwa die weiteren Wege in Spezialkliniken oder auch die zunehmende Verlegungen in die Krankenhäuser in Sulzbach-Rosenberg, Amberg oder Bayreuth.

Insgesamt beobachte der BRK-Kreisverband einen Zuwachs bei den Transporten. Das führte Popp mit auf den Wegfall des betreuten Fahrdienstes in Sulzbach-Rosenberg und Amberg zurück.

Die vier festen Mitarbeiter der Wache in Auerbach werden von neun ehrenamtlich Aktiven unterstützt. "Wenn jemand seine Arbeit gerne macht, macht er sie auch gut", sagte Popp und bezog alle "Rettungswachler" des BRK in diese Aussage mit ein. Dies sei ein Grund dafür, dass die Unterstützungsgruppe Rettungsdienst an 365 Tagen rund um die Uhr funktioniere. Der Hintergrunddienst kommt zum Einsatz, wenn die Regelvorhaltung nicht mehr ausreicht. (cs)
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