Rotes Kreuz dankt treuen Helfern
Rudolf Schreithofer aus Nitzlbuch Spitzenreiter mit 150 Blutspenden

Alfred Seifert (rechts) gibt die Organisation der Blutspendetermine an Brigitte Friedl ab. BRK-Kreisgeschäftsführer Björn Heinrich (links) und Kreisvorsitzender Gerd Geismann (Zweiter von rechts) dankten für den Einsatz.

Wie wichtig Blutspenden sind, hat sich in dieser Woche auf eindringliche Weise gezeigt. Nach dem schweren Zugunglück von Bad Aibling ging ein Spendenaufruf an die Bevölkerung, da nicht genügend Konserven vorhanden waren, um die Verletzten zu versorgen.

Bei der Blutspenderehrung im Rathaus in Auerbach ging der Kreisvorsitzende des Bayerischen Roten Kreuzes, Gerd Geismann, auf diese Thematik ein. Nur 2,5 Prozent der Bevölkerung in Deutschland spenden den Lebenssaft; eindeutig zu wenig. Umso mehr freute sich Geismann, diejenigen zu ehren, die regelmäßig zur Blutspende gehen.

So bekamen Gabriele Kopp, Gerda Suft, Carola Gumann und Michael von der Grün aus Auerbach eine Anstecknadel und ein Präsent für 50 Blutspenden. Genauso oft haben sich Christa Grembler und Andreas Brunner aus Königstein an den Aktionen des BRK beteiligt.

Schon 100 Mal gaben Herbert Winter und Lothar Schmiedl Blut für andere. Eine äußerst seltene Zahl erreichte Rudolf Schreithofer aus Nitzlbuch: Sage und schreibe 150 Blutspenden stehen für ihn zu Buche. Dafür galt ihm und den anderen Geehrten der Dank von Gerd Geismann und Kreisgeschäftsführer Björn Heinrich.

Der Auerbacher Bürgermeister Joachim Neuß dankte für den wichtigen Dienst. Bis zu drei Leben kann eine einzige Blutspende retten. 5,5 Millionen Spenden werden jährlich in Deutschland gegeben - "immer noch zu wenig", wie Neuß betonte. Er und sein Königsteiner Amtskollege Hans Koch gratulierten den Spendern und appellierten, weiter zu machen.

Königstein springt ein


Neuß verwies auch darauf, dass die Ehrung der Blutspender wohl im nächsten Jahr nicht im Rathaussaal in Auerbach stattfinden könne, da das Rathaus ab Januar 2017 saniert wird. Kollege Hans Koch sprang in die Bresche und lud das BRK ein, die Ehrung in Königstein abzuhalten.

16 Jahre lang Organisator


Kreiskolonnenführer Dieter Hauenstein hatte anschließend die Aufgabe, Alfred Seifert Danke zu sagen. Der 76-jährige Auerbacher hat seit 16 Jahren die Blutspendetermine in Auerbach und Königstein organisiert. Hauenstein erinnerte sich an seine ersten Sanitätsdienste, die er als junger Mann in den 80er-Jahren mit Seifert fuhr. "Der Alfred hat uns Junge immer mit Brotzeit versorgt, uns alles erklärt und war für uns da." Genauso habe er die Blutspendetermine mit viel Engagement organisiert, von den Örtlichkeiten über die Geschenke bis hin zu den Brotzeiten. Dafür dankte ihm der Kreisverband des BRK mit einem Präsentkorb.

Gleichzeitig stellte Björn Heinrich die Nachfolgerin von Seifert vor. Brigitte Friedl wird sich ab sofort um die Organisation der Blutspendetermine kümmern. Sie erhielt einen Blumengruß zum Dienstantritt.
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