Siedlergemeinschaft Am Rosenbof gehört zu den stärksten Vereinen in Auerbach
Programm im Kreisverband einzigartig

Bürgermeister Joachim Neuß und Kreisvorsitzender Rudolf Sitter (von rechts) gratulierten den Jubilaren, die dem Verband Wohneigentum seit 20, 30 oder sogar 50 Jahren angehören. Bild: cs
 
Bürgermeister Joachim Neuß und Kreisvorsitzender Rudolf Sitter (von rechts) gratulierten den Jubilaren, die dem Verband Wohneigentum seit 20, 30 oder sogar 50 Jahren angehören. Bild: cs

Seit zehn Jahren besucht Kreisvorsitzender Rudolf Sitter die Rosenhof-Siedler zur Hauptversammlung. Dieses Mal machte er ihnen ein besonderes Kompliment: "Es findet sich keine Siedlergemeinschaft im Kreisverband, die solch ein Programm das Jahr über vorweisen kann."

Nach wie vor versteht sich der Verband Wohneigentum als große Familie, die viele Aktivitäten als Gemeinschaftsaufgabe anpackt. Sitter nutzte die Gelegenheit, den Mitgliedern zu danken, die dabei mitmachen. Unter den Gründen, der Siedlergemeinschaft Am Rosenhof beizutreten, hob Bürgermeister Joachim Neuß neben Rabatten und Versicherungen die "wunderbare Gemeinschaft der momentan 429 Mitgliederfamilien" heraus. Damit rücke der Verein nahezu an die Stärke des SV 08 heran und zähle zu den größten Vereinen am Ort.

Nach wie vor knapp 9000


Neuß schlug vom Verband Wohneigentum eine Brücke zur kommunalen Situation. Als ein gutes Zeichen für Auerbach als Wohnort wertete er die positive Stimmung im Immobilienbereich. Er gehe davon aus, dieses Niveau halten zu können, zumal Auerbach bei einer Einwohnerzahl von knapp 9000 nicht vom anderswo beobachteten Bevölkerungsrückgang betroffen sei. Im Rückblick auf das abgelaufene Jahr stach für den Vorsitzenden Herbert Lehner die Siedler-Kirchweih heraus, bei der rund 140 Helfer im Einsatz waren. Der Nordic-Walking-Event am Kirchweih-Samstag lockte 80 Teilnehmer an. Mit zwei "süßen Hütten" stellte sich der Verein bei der Maffeiweihnacht gut in der Öffentlichkeit dar.

Der Weihnachtsfeier mit dem Auerbacher Christkindl ging eine Friedenslicht-Andacht in der Kapelle Zum Guten Hirten voraus. Hier beten Frauen und Männer von Oktober bis Mai jeden Montag Rosenkranz und Kreuzweg. Auswärtigen Besuchern gefiel die Osterkrone. Liebevoll kümmern sich Else und Kurt Wohlrab ganzjährig nicht nur um das Kirchlein. Sie halten auch Sandkasten und Spielplatz sauber, betreuen den 14-tägigen Seniorentreff und stehen Gewehr bei Fuß für den Verleih von Gerüst und Anhänger.

Schatzmeisterin Christine Biersack verzeichnete 2015 ein Minus in der Kasse. An ihrer Buchführung gab es für die Prüferinnen Doris Schwemmer und Luise Ziegler nichts auszusetzen.

Weites Einzugsgebiet


Der Mitgliederzuwachs scheint, wie der Vorsitzende sagte, bedingt durch Wegzüge und Eigentümerwechsel zu stagnieren. Dennoch konnte der Stand gehalten werden. Etwa die Hälfte kommt aus dem Bereich Rosenhof; der weitere Teil aus dem Stadtgebiet, aber auch von auswärts bis aus München. Die Tendenz im Landesverband zeige nach unten, bedauerte Kreisvorsitzender Rudolf Sitter: "Junge Eigenheim-Besitzer sind bei Hausübernahmen nicht mehr bereit beizutreten."

Zu den Bemühungen des Verbandes Wohneigentum um die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge sagte er: "Die wollten wir haben, hat aber nicht geklappt." Derzeit laufe eine juristische Prüfung, ob eine Popularklage Sinn mache.

"Es findet sich keine Siedlergemeinschaft im Kreisverband, die solch ein Programm das Jahr über vorweisen kann", lobte Sitter. Svchin seit zehn Jahren sei er jeweils Gast bei den Hauptversammlungen.

Pläne für das Jahr 2016Nach einer Frühjahrsaktion für den verbilligten Einkauf mit Baywa und Landfux stehen der Siedlerwalk am Samstag, 20. August, die Kirchweih am Wochenende 20./21. August, die Teilnahme an der Bergwerksweihnacht und die Friedenslichtfeier vor Weihnachten auf dem Programm. Bereits gelaufen ist die AOVE-Osterkronenaktion.

Viel Arbeit steht mit der Renovierung des Siedlerhäusls an, das vor 25 Jahren auf städtischem Grund gebaut wurde. Für eine böse Überraschung sorgte in der Frostperiode ein Wasserschaden. 2. Vorsitzender Michael Streit informierte über die geplanten Maßnahmen. So soll eine Bodenplatte eingezogen werden, auch der Einbau einer Küchenzeile zur Vorbereitung des süßen Angebots bei der Bergwerksweihnacht ist vorgesehen.

"Es kommt einiges auf uns zu", warb Herbert Lehner für den Arbeitseinsatz. Neben dem eigenen Wasseranschluss verfügt das Häusl nun auch über einen eigenen Stromanschluss, der rund 3500 Euro verschlungen habe. (cs)


EhrungenEine Reihe von Auszeichnungen gab es bei der Hauptversammlung der Siedlergemeinschaft Am Rosenhof für langjährige Mitgliedschaft.

20 Jahre: Uwe Lindner, Kurt Adelhard, Günther Biersack, Rudi Bradl, Willi Brütting, Eugen Eckert, Peter Ehler, Karl Heberl, Stefan Heidenreich, Peter Kraus, Günther Menzel, Dieter Möller, Otto Dieter, Ludwig Rupprecht, Heidrun Schmidt, Arthur Schriml, Willi Strobl, Marlies Trenz, Franz Türmer, Hubert Türmer und Wolfgang Ziebell.

30 Jahre: Fritz Plank, Siegfried Reindl, Bernhand Sporrer und Franz Tannenberger.

50 Jahre: Walter Ebert. (cs)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.