Stadtgarde eröffnet den Reigen der Prunksitzungeb
Narren in Jubiläumsstimmung

Eine Horrorshow zog die Aktivengarde in ihrem Showtanz ab. Bilder: swt (3)
 
Zum Endspurt der Prunksitzung blieb bei der Starparade mit Andreas Götz und Robert Schmidt im Kolpingsaal kein Auge mehr trocken.

50 Jahre Stadtgarde Auerbach: Alles für die Tonne? Es schien fast so, spielten doch Mülleimer und das stille Örtchen eine nicht unwesentliche Rolle bei der Jubiläumssitzung der Auerbacher Narren. Aber nein - es ist ja Fasching, und da ist alles erlaubt.

Aushängeschild der Faschingsgesellschaft Stadtgarde Auerbach sind nach 50 Jahren ganz sicher die Garden. Allein die 36 (!) kleinen Mädchen, die das Märchen von Schneewittchen tänzerisch schön und vor allem mit tollen Kostümen umsetzten, heimsten viel Beifall ein. Ebenso die Jugend-, Junioren- und Aktivengarde; zackig, schnell, mit Begeisterung bei der Sache. In schillernden Farben brillierten sie zu flotten Melodien und begeisterten das Publikum.

Herren mit flotter Sohle


Akrobatische Verrenkungen ließen so manchen Mann im Saal aufstöhnen, als die Happy Hoppers auf die Bühne kamen. Die Herren der Schöpfung legten eine flotte Sohle aufs Parkett, und nicht nur die Damen jubelten. Wie schon vor einigen Jahren gab das Damenballett unter Leitung von Mandy Schmidt eine Schwarzlichtshow zum Besten. Und der Schautanz der Aktivengarde entführte in die Horrorträume eines jungen Mädchens.

Jungbauern aus Grunzendorf


Viel Neues gab es sonst nicht zu bestaunen bei Sketchen und Nummern. Dafür wurden Urgesteine wie Elly Schübel und Gerti Thumbeck noch einmal aktiviert und erinnerten an ihre Glanzzeiten als "Ratschtanten".

Mittlerweile feiern sie ihren 140. Geburtstag und merken erst zu spät, das der reservierte Tisch im Gasthaus keiner ist, weil dasselbige erst Stunden später öffnet. Sie kokettierten mit Rollatoren und halterlosen Strümpfe, lästerten über Tücken des Alters und bezeichneten den Elferrat als Jungbauernverband der Schweinezüchter aus Grunzendorf.

Als städtischer Klomann wusste Karl Maier ein Lied davon zu singen, wenn die Stadträte das stille Örtchen besuchen. Und die internationale Politik nahm Christoph Kasseckert ins Visier. Getreu der bayerischen Dreifaltigkeit der Züchtigung "Watschen, Schell'n und Fotz'n" teilte er kräftig aus.

Die SPD erhielt eine Watsch'n nach der anderen: "Ihre Wähler kennen die Abstimmung nur aus dem Fernsehen bei Dschungelcamp oder DSDS." Die Schell'n bekam Thomas de Maizière für seinen Spruch "Ein Teil der Antworten würde Sie verunsichern." Der Spruch passe vielfältig. So etwa auch bei "Erwarten mich im Himmel wirklich 99 Jungfrauen?"

"Die Fotz'n dagegen staucht dich dahin, wo du vorher noch nicht warst, so wie Söder, dieser Seehofer-Enddarmbewohner, der jetzt nach Nürnberg gestaucht wurde."

Kreißsaal in FCN-Farben


Die Männer und die Suche nach dem Richtigen nahm Mandy Schmidt wortgewaltig ins Visier, unterstützt von Josef Kreisl. Als frischgebackener Vater kommentierte Andreas "Götzi" Götz seine Erfahrungen im neuen Kreißsaal in den Farben des FCN, intoniert wie bei einem Fußballspiel.Schweißtreibend seine Tanzeinlage, die holländische Version von "Lord of the Dance" mit Holzschuhen. Viel Klamauk bot der Kommandant der Wache West, Stefan Gitter, der mangels eines neuen Feuerwehrautos mit Rollschuhen auf die Bühne kam.

So richtig Stimmung kam erst zum Schluss nochmal auf. Robert Schmidt, Florian Himmelhuber und Andreas Götz rissen in der Starparade zu Partyhits in schnellem Kostümwandel das Publikum von den Stühlen. (Im Blickpunkt)
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