Stadtrat denkt in seiner Klausur über die Sanierung des Rathauses nach
Übergangsquartier für Ämter gesucht

Gestrichen wurde die Fassade 2013, das Erdgeschoss 2011 saniert. Nun kommt das Rathaus komplett dran, saniert zu werden - eines der großen Bauvorhaben der Stadt im nächsten Jahr. Bild: swt

Wenn der Stadtrat heute zur Klausur nach Illschwang fährt, dann stehen große Zahlen auf der Agenda. Die Stadtväter beraten nämlich über das Investitionsprogramm für die nächsten Jahre. Nähere Informationen dazu wollte Bürgermeister Joachim Neuß auf Anfrage unserer Zeitung nicht geben, um den Diskussionen hinter verschlossenen Türen nicht vorzugreifen.

Fakt ist jedoch - so deutete er es auch kürzlich auf der Bürgerversammlung in Steinamwasser an -, dass die Rathaussanierung in greifbare Nähe rückt. Bereits im Januar 2017 soll diese begonnen werden. Auch logistisch ein Kraftakt, müssen alle Ämter doch für eine Übergangszeit aus den angestammten Räumen raus. Jetzt gilt es, ein Zwischendomizil zu suchen.

Bereits im vergangenen Jahr war bekannt geworden, dass die Stadt Interesse am ehemaligen Hotel Goldener Löwe hat. Auch hier gibt es weiterhin Pläne. "Zum aktuellen Stand der Verhandlungen kann ich leider keine Auskunft geben", sagte der Rathauschef gegenüber der SRZ. Muss die Stadt das Gebäude kaufen oder kann es angemietet werden? "Wenn das Gebäude - nach einer Einigung mit dem Hauptgläubiger - nicht gekauft wird, geht es in die Zwangsversteigerung. Das Verfahren läuft ja schon geraume Zeit."

Auf die Frage ob es weitere Alternativen gibt, antwortet Neuß mit Ja. Eine davon sei das ehemalige Lidl-Gebäude. Auch das Schenkl-Schulhaus, zusammen mit dem seit Januar leerstehenden ehemaligen Geschäft Marhabu am Unteren Markt, wäre eine Option.

Wenn denn ein Umzug vonstatten gegangen ist, dann wird das Rathaus einer Generalsanierung unterzogen. Dabei werden natürlich zuerst die statischen Probleme behoben, die Substanz gesichert und die neue Raumstruktur geschaffen. Darauf folgen Elektro- und Sanitärinstallation, dann die Putzarbeiten und zuletzt der Innenausbau. Auch ein barrierefreier Zugang zu den einzelnen Ämtern mit einem Aufzug ist geplant.

Über zwei Millionen Euro muss die Stadt dazu in die Hand nehmen. Weitere Investitionen stehen bei der Sanierung der Grundschule an, die ebenfalls zeitnah beginnen soll.
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