Stützpunktfeuerwehr Auerbach verteilt Leistungsabzeichen, Weiterbildungszeugnisse und ...
Wissensdurst kaum zu löschen

60 Jahre Feuerwehr, 50 Jahre im Vorstand, Konrad Steger (Mitte links) wurde mit einer Urkunde ausgezeichnet. Seine Frau Betty freute sich mit ihm. Auf 50 Jahre brachte es Heinrich Kirchner, hier mit Gattin Gabi. Für ihn Fahnenträger gab es ebenfalls eine Urkunde. Bild: swt
 
Leistungsabzeichen, Weiterbildungen und Beförderungen - die Palette der Ehrungen beim Kameradschaftsabend reichte weit. Kreisbrandrat Fredi Weiß lobte das Engagement: "Wir brauchen Euch, macht weiter so!" Bilder: swt (2)

"Erntedank" feierte die Feuerwehr Auerbach am Samstag im Kolpinghaus. So nannte Kommandant Sven Zocher den Abend, der eine besondere Woche für die Feuerwehr Auerbach eröffnet. Die Fortsetzung folgt am Freitag.

(swt) Zocher hatte die Aufgabe, viele engagierte Feuerwehrleute zu ehren. Die starke Jugendtruppe unter der Führung von Tobias Baumgart und Matthias Diertl erhielt ihre Belobigung aufgrund der tollen Leistungen beim Wissenstest und den Übungen. "Wer die Jugend hat, dem gehört die Zukunft", mit diesem Wort von Napoleon Bonaparte gratulierte Zocher den Absolventen.

Bis hinauf zu Gold-rot


Sebastian Bruckner, Niklas Heringklee, Jonas Maier, Simone Thürmer, Valentin Weber und Tobias Ziegler erwarben Bronze; in Silber bestanden Robert Voss und Sophia Biersack. Den Wissenstest in Gold legten Isabella Grüner, Timo Kürzdörfer, Annika Zocher und Lukas Lindner ab.

Die Erwachsenen standen bei ihren Leistungsprüfungen nicht nach. Bronze ging an Steffen Lützner, Silber Laura Haberberger und Andreas Trenz, Gold Simon Kraus, Tobias Kraus und Matthias Trenz. Gold-blau erreichten Sebastian Kraus, Florian Raum, Tobias Lützner und Daniel Raß, die Stufe Gold-grün belegten Philipp Lindner und Markus Biersack. Die höchste Stufe Gold-rot erreichte Sebastian Friedl.

Truppmannausbildung, Atemschutzschulung, Lehrgänge an den Feuerwehrschulen in Würzburg und Regensburg - der Wissensdurst der Auerbacher Feuerwehr ist kaum zu löschen. Kreisbrandrat Fredi Weiß, Kreisbrandinspektor Peter Deiml sowie die Kreisbrandmeister Christian Meyer und Hans Sperber gratulierten allen Aktiven zu ihren Leistungen.

Teil-Rückfluss der Umlage


Landrat Richard Reisinger lobte die Auerbacher als leistungsstarke Stützpunktfeuerwehr und appellierte: "Halten Sie zusammen!" Er erinnerte an den Zuschuss des Landkreises von 56 000 Euro zum neuen Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF) 20, das am nächsten Freitag offiziell in Dienst gestellt wird.

Die Antwort von Bürgermeister Joachim Neuß ließ nicht auf sich warten: "Wir zahlen ja auch jedes Jahr 3,7 Millionen Euro Kreisumlage." Auerbach besitze höchst einsatzfreudige Feuerwehren. Seit 2008 habe die Stadt rund 1,5 Millionen Euro in acht neue Fahrzeuge investiert. Auch die restlichen drei in Auerbach und Michelfeld würden noch ausgetauscht. "Seien Sie gewiss, die Stadt und der Stadtrat stehen hinter den Feuerwehren!"

Kreisbrandrat Fredi Weiß verzichtete auf eine größere Rede: "Die hebe ich mir für nächsten Freitag zur Einweihung auf." Die Feuerwehr Auerbach sei Fundament und Ankerpunkt im nördlichen Landkreis: "Wir brauchen euch!" Die ehrenamtlichen Helfer könnten niemals durch Berufsfeuerwehren ersetzt werden. "Einer trage des anderen Last" sei genau der Spruch, der auf die Feuerwehren zutrifft.

Zwei Stützen der Feuerwehr über Jahrzehnte hinweg60 Jahre bei der Feuerwehr, 50 Jahre aktiv im Vorstand: Konrad Steger ist ein Feuerwehrmann mit Leib und Seele. Für dieses Engagement wurde er am Samstagabend im Kolpinghaus geehrt.

1956 trat Steger in die Feuerwehr Sassenreuth ein. 1964 wechselte er nach Auerbach. Seit 1966 ist er in der Verwaltung aktiv, erreichte verschiedene Leistungsstufen und war der erste Atemschutzträger der Auerbacher. Von 1993 bis 2011 bekleidete er das Amt des 2. Vorsitzenden. 1983 erhielt er das Feuerwehrehrenkreuz in Silber, 1996 folgte Gold. Er gehörte zu den eifrigsten Helfern beim Neubau des Feuerwehrhauses und bei dessen Anbau 2010. Zwei Jahre später wurde er zum Ehrenmitglied ernannt. Derzeit arbeitet Steger mit an der Festzeitschrift zum 150-jährigen Jubiläum der Wehr im nächsten Jahr. Seine Frau Betty bekam Blumen und freute sich mit ihm.

Nicht weniger aktiv ist Heinrich Kirchner , der aus Augsburg stammt. Er blickt auf 50 Feuerwehr-Jahre zurück und ist ein Tausendsassa in Bezug auf Mithilfe im Verein. Der zuverlässige Fahnenträger leistete bis 2013 aktiven Dienst. Vorsitzender Thomas Kormann gratulierte ihm mit einer Urkunde, Ehefrau Gabi erhielt ebenfalls Blumen. (swt)
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