Unfall im Circus Henry
Pferd tritt in der Manege 14-jährige Artistin

Einen Schock erlebten am Freitagabend die Zuschauer der Vorstellung des Circus Henry in Auerbach: Ein junger Friesenhengst trat die 14-jährige Enkeltochter von Zirkusdirektor Georg Frank in den Bauch. Sie musste daraufhin notärztlich versorgt werden.

Wieder bei der Familie


Wie Georg Frank am Sonntag unserer Zeitung erläuterte, wurde sie nach einer Untersuchung im Pegnitzer Krankenhaus noch einen Tag zur Beobachtung dort behalten, ehe sie wieder zu ihrer Familie zurückkehrte. Die junge Artistin - sie tritt mit der Nummer "Hula-Hoop ganz anders" auf - habe sich am Sonntag ausgeruht, werde aber am kommenden Wochenende, wenn der Circus Henry in Kemnath gastiert, wieder voll in der Arena mitmachen können.

Laut Frank kam es zu dem Unfall kurz nach der Pause. Da waren vier junge Friesenhengste dran, die sich an Auftritte vor Publikum erst noch gewöhnen müssen. Eines der Tiere habe einige Male verweigert. Franks Sohn habe deshalb beschlossen, ihm eine Longe als Hilfestellung zu geben. Die Enkelin habe das Seil gehalten und das Pferd begleitet.

Dadurch sei sie nahe bei dem Hengst gestanden, als der ausgeschlagen habe, um das Pferd neben sich mit den Hufen zu treffen. Stattdessen erwischte er die 14-Jährige, die durch den heftigen Schlag in den Magen zunächst keine Luft mehr bekam. "Es hat eine ganze Weile gedauert, bis sie wieder durchschnaufen konnte", sagte Frank.

Zahnarzt hilft sofort


"Das Publikum hat aber gleich mitgeholfen. Ein Zahnarzt war da, auch eine Krankenschwester. Die haben sie gleich in der Arena verarztet." Anschließend sei sie dann per Krankenwagen in die Pegnitzer Sana-Klinik gebracht worden. "Davon lassen wir uns nicht abschrecken", gab sich der Zirkusdirektor nach der ersten Erschütterung schon wieder zuversichtlich. "Wir sind zwar nicht einer der größten Zirkusse, aber einer der traditionsreichsten in Deutschland. Wir wurden 1812 in Breslau gegründet. Natürlich machen wir weiter."

Nächste Station Kemnath


Der 70-jährige Seniorchef - früher als Kunstreiter aktiv, heute als Ansager Teil des Programms - leitet einen Familienzirkus, der mit 22 Mitarbeitern und rund 60 Tieren im Dressurprogramm unterwegs ist. Die meisten seiner neun Kinder und 16 Enkel sind der Manege treu geblieben.

Bevor der Circus Henry nach Auerbach kam, gastierte er in Weiden. Die nächste Station ist Kemnath. Dort sind auf dem Festplatz Vorstellungen für Freitag und Samstag um 16 Uhr sowie für Sonntag um 11 und 15 Uhr angekündigt.
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ludwig below aus Mühlhausen | 19.04.2016 | 23:51  
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