Verstorben
Konvent trauert um Schwester Ildebranda

Schwester Ildebranda Sebald verstarb mit 95 Jahren. Bild: eb
Michelfeld. Der Michelfelder Konvent betrauert den Tod von Schwester Ildebranda Sebald. Sie verstarb am 17. April im Alter von 95 Jahren in Lauterhofen. Ihr Geburtsort war Moritz bei Gößweinstein.

Im Wallfahrtsort besuchte sie auch die Volksschule. Sie hatte einen langen und schwierigen Schulweg. Wenn man ihren Erzählungen lauschte, dann konnte man feststellen, dass sie, obwohl in der Oberpfalz über 70 Jahre lebend, trotzdem eine Fränkin blieb. Ihr Wunsch war Klosterfrau zu werden. So kam sie schon mit 15 Jahren nach Dillingen, wo sie die Mittelschule besuchte und eine Ausbildung zur Handarbeitslehrerin absolvierte. Eingekleidet wurde sie im Mutterhaus der Franziskanerinnen bei der Professablegung am 7. März 1942. Schon acht Monate später, am 14. November 1942, kam Schwester Ildebranda nach Michelfeld. Ihr Einsatz war im Lazarett, nach 1945 in der Paramenten-Näherei. Einen großen Bekanntheitsgrad in der Bevölkerung erreichte sie beim Pförtnerdienst, den sie ab 1966 versah. Sie war immer freundlich, entgegenkommend und stets aufgelegt zu einer kleinen Unterhaltung. Spaziergänge und Wanderungen waren für sie eine Erholung. Ihr Lieblingslied war "Maria Himmelsfreud" und im Gebet bat sie immer wieder um Einheit im Glauben und Mut zu treuem Bekenntnis.

Gesundheitlich konnte Schwester Ildebranda lange zufrieden sein. Doch In diesem Jahr kam sie im Januar ins Krankenhaus Auerbach und anschließend ins Klinikum Amberg in die Nephrologie. Ihr geliebtes Michelfeld hat sie nicht mehr gesehen, weil die Endstation für Schwester Ildebranda Sebald die Einrichtung in Lauterhofen war. Dort sind heute auch die Beerdigungsfeierlichkeiten um 10 Uhr.
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