Vorsitzender Hans Thiem und Vize Karl Merkl stellen ihre Posten zur Verfügung
Floriansänger stehen ohne Führung da

Michelfeld. Den Floriansängern fehlt der Nachwuchs. Die Gruppe hat im Schnitt bereits ein höheres Alter erreicht und ist dringend auf junge Stimmen angewiesen. Dieser Sorge gesellte sich bei der Jahreshauptversammlung ein akutes Problem hinzu.

Zum Auftakt wurde beim Vorabendgottesdienst in der Kirche St. Johannes die Chiemgauer Messe gesungen. Anschließend berichteten die Vorsitzenden Hans Thiem und Karl Merkl im Gasthaus Schenk von mehreren Aktivitäten.

Neben Messen gestalteten die Floriansänger auf dem Mariahilfberg in Amberg den Güldenen Rosenkranz mit. Gesanglich waren sie auch aktiv bei der Einweihung der St.-Clara-Kapelle im Kloster. Einen Auftritt gab es in der Pinzigbergkapelle. Der Volksmusikabend, bei dem die Floriansänger die Unterstützung einiger auswärtiger Chören bekamen, war wieder ein voller Erfolg. Öfter unterwegs waren sie beim Ständchensingen.

Obwohl sie im vergangenen Jahr eigentlich kürzer treten wollten, landeten die Floriansänger in der Endabrechnung bei 21 Auftritten und 37 Probeabenden. Um auch der Gemeinschaft und Gemütlichkeit gerecht zu werden, nahmen sie zwei Ausflüge ins Programm auf.

Für heuer stehen schon einige Termine fest, darunter der Florianstag, das Grillfest und ein Ausflug. Gedacht ist daran, dass die Floriansänger eventuell das Magdalenenfest in Ranna gesanglich gestalten, was aber noch besprochen werden muss. Die Höhlenweihnacht in Steinamwasser wollen sie, wie Hans Thiem ankündigte, nicht nur stimmlich, sondern mit mehreren Musikern begleiten.

Thiem dankte den Sängern, die durch ihren Einsatz und Zusammenhalt die Auftritte ermöglichten. Sein Dank galt außerdem dem Dirigenten Erwin Rühr, der wie Emil Habermann und Arthur Fritsch zu den Musikern zählt, sowie Isabella Beyer als Organistin.

Hans Gramß informierte über den Kassenstand, der mit einem kleinen Minus abschloss. Eine einwandfreie Kassenführung bescheinigten die Revisoren Willi Birkmann und Kurt Speckner. So stand der einstimmigen Entlastung nichts im Weg.

Während die Versammlung bis hierhin in ruhigen Bahnen verlief, änderte sich die Stimmung, als der Vorsitzende Hans Thiem seinen Rücktritt erklärte. In der Hoffnung, einen Nachfolger zu finden, versprach er ihm seine Unterstützung.

Karl Merkl stellte seine Posten als stellvertretender Vorsitzender, Noten- und Sachwart zur Verfügung. Erwin Rühr, Dirigent und Gründungsmitglied der Floriansänger, überlegt noch, ob er weiterhin diese Aufgabe übernimmt: "Die ständige Kritik macht mich mürbe, und oft vergeht mir die Lust, zu den Singstunden zu gehen."

Der letzte Punkt wären die Neuwahlen gewesen. Aber keiner der anwesenden Floriansänger war bereit, einen Posten zu übernehmen. Satzungsgemäß stehen nun in drei Wochen die Neuwahlen nochmals an.
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