Zweckverband Realschule Auerbach verabschiedet den Haushalt für 2016 einstimmig
Fast eine Million vom Landkreis

Noch reichen die Schülerzahlen für die Realschule Auerbach aus, um zwei 5. Klassen zu bilden. Der demografische Wandel macht sich allerdings auch hier bemerkbar. Bild: swt

Zwei 5. Klassen schlagen im kommenden September den Bildungsweg an der Realschule in Auerbach ein. Ihre Schüler lernen dann in kleineren Verbänden als frühere Jahrgänge. Beim Blick auf ihre Herkunft gibt es Auffälligkeiten.

Rückläufige Schülerzahlen verzeichnet nun auch die Realschule in Auerbach. "Damit ist die demografische Entwicklung hier angekommen", betonte Schulleiterin Schwester Lioba Endres bei der Verbandsversammlung des Zweckverbandes Realschule am Donnerstag Nachmittag im Mutterhaus. 25 Schüler weniger als im vergangenen Jahr - da waren es noch 375 - sind ab dem Herbst eingeschrieben.

Zwei 5. Klassen bleiben, aber deutlich abgespeckt, wie Schwester Lioba betonte. Auffallend sei auch, dass aus Auerbach nur wenige Kinder angemeldet wurden, ebenso aus Kirchenthumbach. Dagegen zeigten sich die Zahlen aus Königstein und Edelsfeld stabil. Angesichts der Pläne für ein Projekt G8+ mit einer individuell angepassten Schuldauer schrieben viele Eltern ihr Kind doch zunächst am Gymnasium ein, fasste sie ihre Eindrücke aus Gesprächen zusammen.

Die Realschule selbst habe in den letzten Jahren vor allem den mathematisch-technischen Zweig verstärkt. Die Teilnahme am bayernweiten MINT-Projekt, das sich mit Themen aus Mathematik, Informatik, Natur und Technik beschäftigt, finde auch bei den Realschülern in Auerbach großen Anklang. Hier sei besonders die Teilnahme an der Wissensfabrik mit der Realschule Pegnitz zusammen zu nennen.

Diesem Schwerpunkt trage die Tatsache Rechnung, dass ein zweiter Computerraum in der Realschule modern ausgestattet werde. So werden 15 neue Rechner angeschafft, dazu ein Lehrercomputer. Die Schüler üben mittlerweile nicht mehr nur die Textverarbeitung, sondern auch die Internetrecherche, das Erstellen von Präsentationen und den Umgang mit Datenbanken.

18 000 Euro für Computer


Die bisherige Ausstattung aus dem Jahr 2008 sei nicht mehr zeitgerecht. Die Kosten sind mit 18 000 Euro veranschlagt. Die Verbandsversammlung befürwortete die Ausgabe einstimmig. Beamer und Dokumentenkamera gibt es mittlerweile in den meisten Klassenzimmern. Benötigt werden im neuen Schuljahr wieder zwei Gruppen in der offenen Ganztagsschule. Verbandsrat Eugen Eckert hatte dies hinterfragt.

Der Etat des Zweckverbandes Realschule umfasst 2,124 Millionen Euro im Verwaltungshaushalt und 30 000 Euro im Vermögenshaushalt. Gestiegen sind die Personalkosten um 3700 Euro auf insgesamt 1,852 Millionen Euro. Schulden sind keine vorhanden. Für 145 Gastschüler sind jeweils 1325 Euro als Beitrag zu erwarten.

Der Landkreis Amberg-Sulzbach weist 940 000 Euro für den ungedeckten Aufwand an; Stadt Auerbach und die Kongregation der Schulschwestern zahlen je 6000 Euro. Damit sei auch die Kreisumlage, für die Auerbach in diesem Jahr 3,7 Millionen Euro berappen muss, wieder ein bisschen geringer zu bewerten, erklärte der Zweckverbandsvorsitzende, Landrat Richard Reisinger.

Summe sorgt für Heiterkeit


"Der Landkreis steht nach wie vor hinter der Realschule", betonte Reisinger. Einstimmig wurde der Haushaltsplan verabschiedet. Genehmigt ohne Gegenstimme wurden auch die Jahresrechnung 2014 und die überplanmäßigen Ausgaben von 239,43 Euro für Schulbücher. Die Summe sorgte für allgemeine Erheiterung.

Zum Schluss lobte der Landrat die Schulleitung, dass sie für den Schullandheimaufenthalt das Kloster Ensdorf im südlichen Landkreis Amberg-Sulzbach ausgesucht hatte: "Das hat mich sehr gefreut, dass ihr da wart!" In einer Gedenkminute erinnerte Reisinger an die langjährige Rektorin Schwester Beata Wittmann, die kürzlich verstorben war.

Der Landkreis steht nach wie vor hinter der Realschule.Landrat Richard Reisinger
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