Gelungenes Konzert der Stadtkapelle
Purple Rain und Polkaklänge

Stadt- und Jugendblaskapelle Bärnau sowie der Männergesangverein sorgten wieder für ein außergewöhnliches Muttertagskonzert. Bild: Privat
Freizeit
Bärnau
10.05.2016
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"Zirkuspremiere"! Die einleitende musikalische Ouvertüre von Ernest Majo war Programm und Leitfaden des kunterbunten Muttertagskonzerts in der voll besetzten Aula der Grundschule.

Von Ludwig Zandt

Dirigent Günther Freundl als "Dompteur" der Stadt- und Jugendblaskapelle hatte in dem zweistündigen Konzertprogramm alle Hände voll zu tun, seine musikalischen Artisten konzentriert zu Höchstleistungen zu motivieren.

Dynamische Bandbreite


Vom leisesten Pianissimo des Schlagzeugs und der Klarinetten im Ägyptischen Marsch von Johann Strauss bis zum kräftigen Fortissimo der Posaunen und Trompeten beim Rockklassiker "Highway to Hell" von AC/DC schöpfte das Orchester die gesamte dynamische Bandbreite gekonnt aus, was vom Zuhörer durch äußerste Ruhe bzw. rhythmische Zuckungen der Beine - selbst der Omas - honoriert wurde. Als weiteres Highlight und klanglicher Farbtupfer konnte der Männergesangverein Bärnau für das Konzert gewonnen werden. Eine "Ode an die Freude" von Beethoven, oder der Marsch "Unser stolzes Bayernland" von Martin Nieß wären ohne gesangliche Unterstützung überhaupt nicht möglich. "Purple Rain" von Prince, "The Great Pretender", die Titelmelodie der Fernsehserie "Bonanza", sowie traditionelle Polkas und Walzer platzierte das Orchester zur Entspannung der Zuhörer geschickt zwischen die anspruchsvollen Werke.

Dass das "Phantom der Oper" nach 30 Jahren über Ellenfeld, Wendern und Naab den Weg endlich nach Bärnau gefunden hat, dass Beethoven privat ein Chaot war, und dass die Moldau nicht nur durch Prag fließt, sondern dort auch allgegenwärtig "in der Luft liegt", erfuhr das Publikum von Maria Freundl, die in Oberpfälzer Mundart charmant und humorvoll durch das Programm führte.

Walzer zum Abschluss


Mit langanhaltendem Applaus belohnte das Publikum die Leistung des Abends und erklatschte sich so noch zwei Zugaben: Den Walzer "Grubenpferde" und den unvermeidlichen "Böhmischen Traum".
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