Bärnauer Blaskapelle auf Bildungsreise in Berlin - Musikalisches Dankeschön an MdB Reiner Meier
Defiliermarsch vor dem Reichstag

Da staunten Berliner und Touristen: Die Bärnauer Blaskapelle spielte innerhalb der Bannmeile um das Reichstagsgebäude. Bild: hfz
Kultur
Bärnau
29.04.2015
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Das erlebt selbst die Weltmetropole Berlin eher selten: Als am die Jugend- und Blaskapelle Bärnau mit Trommelwirbel vor dem Reichstag Aufstellung nahm und den Bayerischen Defiliermarsch spielte, zogen die Klänge in wenigen Minuten ein paar Hundert Zuschauer an. Die in Tracht gekleideten Musiker wurden zum Ohren- und Augenschmaus für Berliner und Touristen.

Das besondere Ständchen an diesem außergewöhnlichen Ort freute am meisten Reiner Meier. Der Bundestagsabgeordnete hatte die Bärnauer gemeinsam mit ihrem Bürgermeister Alfred Stier zu dieser dreitägigen Bildungsreise eingeladen.

So wurde zum Beispiel die Gedenkstätte in Berlin-Hohenschönhausen besichtigt. Für gut die Hälfte der 44-köpfigen Reisegruppe, überwiegend junge Menschen unter 25 Jahren, war dieser Rundgang in einem ehemaligen Stasi-Gefängnis ausgesprochen beeindruckend.

"Mich hat das enorm berührt, weil dort ein Zeitzeuge seine Erlebnisse als Inhaftierter geschildert hat. Man will sich das gar nicht vorstellen", sagte die 24-jährige Verena Stier. Anna-Maria Stier (19) und Musikerkollegin Christine Ullrich (37) sind gleicher Meinung. "Das macht nachdenklich", betonte Christine Ullrich.

Äußerst interessant fanden die drei jungen Frauen auch die Plenarsitzung im Bundestag. Bei der Besichtigung des Brandenburger Tors wurden die Bärnauerinnen zudem in ihren feschen blauen Dirndln kurzzeitig zu "Topmodels". Unzählige Touristen zückten ihre Kameras und baten um ein Fotoshooting mit dem berühmten Tor im Hintergrund.

Während der Diskussionsrunde im Bundestag mit Reiner Meier ging es auch um Gesundheitspolitik. Auf die Frage einer Bärnauer Krankenschwester zur aktuellen Situation des Pflegepersonals sagte Meier, man sei mit der Gesundheitsreform auf einem guten Weg, auch bei den Gehältern. "Jeder muss von seinem Lohn leben können. Sonst wird die spätere Rente zur Armutsfalle."

Zum Thema Ärztemangel auf dem Land berichtete er von finanziellen Starthilfen für junge Ärzte. Eine andere Frage, die Abgeordnetenkollegen an Reiner Meier gestellt hatten, wird allerdings unbeantwortet bleiben: Wie es Meier geschafft habe, dass die Blaskapelle in der Bannmeile um den Reichstag spielen durfte. "Das bleibt mein Geheimnis!", sagte Meier dazu schmunzelnd.

Nach einer Besichtigung der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche betrat die Besuchergruppe wieder "bayerischen Boden": Vor der Heimfahrt ging es noch in die Bayerische Landesvertretung, die in einem ehemaligen Bankgebäude untergebracht ist. Mit zwei Karten zum Muttertagskonzert bedankten sich Vereinsvorsitzende Karin Ockl und Dirigent Günther Freundl bei Reiner Meier noch einmal herzlich für das schöne Erlebnis "politisches Berlin".
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