Sabine Heibl zeigt komplette Sammlung
Kunstwerke auf Ostereiern

Bei ihrer Ausstellung zeigt Sabine Heibl im Deutschen Knopfmuseum ihre komplette Ostereier-Sammlung - etwa 350 Stück.
Kultur
Bärnau
19.03.2016
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Auf eine Reise durch die Welt der Ostereier lädt Sabine Heibl aus Weiherhammer ab Sonntag, 20. März, ins Deutsche Knopfmuseum ein. Die interessante, hervorragend zur Osterzeit passende Ausstellung markiert gleichzeitig die Eröffnung der neuen Saison.

Vor etwa 20 Jahren hat Sabine Heibl die Sammelleidenschaft gepackt. Begonnen hat alles mit einem Hochzeitsgeschenk, einem Gänseei, mit religiösem Motiv und bestimmt für den häuslichen Herrgottswinkel. Auf Ostereiermärkten in München, Andechs, Gräfelfing, Nesselwang, Wangen, Benediktbeuern, Erlangen und vielen mehr, hat sie seither rund 350 ausgesuchte Exemplare zusammengetragen.

Qualität statt Quantität


Heibl kam es nie darauf an, besonders viele dieser kleinen Schätze zu besitzen, viel wichtiger ist es ihr, mit ihrer Sammlung die Vielfalt dieser Miniatur-Kunstwerke zu dokumentieren. Eier verziert mit Golddraht, Perlen, Schmucksteinen, Papier oder Krüll befinden sich darin.

Besonders stolz ist sie auch auf ein sogenanntes Kalvarienei, ein Gänseei mit zwei zu öffnenden Türhälften und einem integrierten, drehbaren Hühnerei. Auf einer Seite ist eine Kreuzigungsszene dargestellt, auf der anderen ein florales Klosterarbeiten-Ornament aufgebracht. Weitere Raritäten sind ein Entenei mit ausgeschnittenem Kreuz, das mit Krüllarbeit und roten Steinen verziert ist, oder ein Gänseei, das als Gebetsei mit Fürbitten gestaltet ist.

Besonders wertvoll sind auch sogenannte Occhieeier, die per Schiffchentechnik ummantelt werden. Einige davon beinhaltet die Ausstellung. Auch durchbrochene Eier sind ausgestellt. Mit Zahnarztbohrern werden dabei Muster in die Eierschale gebohrt und gefräst. Außerdem werden Jahres-Glaseier und Mini-Porzellaneier der Firma Hutschenreuther ab 1990 gezeigt. Eier die mit Kratztechnik bearbeitet wurden, gehören genauso zu den Seltenheiten, wie ein Kurbelei mit einem etwa 30 Zentimeter langen Papierstreifen, auf dem ein Glücksspruch zu lesen ist oder ein Schwanenei, das in naiver Malerei die Passion Christi zeigt, sowie ein aufklappbares Gänseei, das rote Swarovskisteine zieren und als Schmuckkästchen dient.

Selbst vor Ort


Die Eier, die Sabine Heibl im Laufe der Zeit zusammengetragen hat, stammen unter anderem aus Deutschland, Russland, Norwegen, der Ukraine, aus Ungarn oder Tschechien. Als versierte Klöpplerin war es für sie selbstverständlich, Ostereier selbst mit dieser Technik zu ummanteln.

Wie das geht, zeigt sie am Palmsonntag, 20 März. Da ist sie vor Ort und lässt sich bei der Arbeit gerne über die Schulter schauen und beantwortet Fachfragen. Während der Präsentation, die bis zum 24. April dauert, wird sie an einem weiteren Wochenende im Museum sein. Termin steht noch nicht fest, wird aber rechtzeitig bekanntgegeben.

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Weitere Informationen:

www.klöppeln-sabine-heibl.de www.deutsches-knopfmuseum.de

ÖffnungszeitenDas Knopfmuseum ist am Palmsonntag und an den Osterfeiertagen von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Grundsätzlich ist das Museum donnerstags bis sonntags und an allen Feiertagen von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Kinder und Jugendliche sind frei. Das Standardticket kostet 4 Euro, eine Jahreskarte 10 Euro. Gruppen ab 15 Personen können die Einrichtung das ganze Jahr über besuchen. Anmeldung erforderlich: 09635/3 45 00 28. Nach der Ostereierausstellung zeigt Michael Voigt aus Neusalza-Spremberg Kunstwerke aus Knöpfen, danach Sandra Doss aus Mitterteich Porzellanpuppen und Masken. Am 1. Adventssonntag findet dann die zweite Bärnauer Museumsnacht statt. (tr)
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