Aufbau einer Grundinfrastruktur

Lokales
Bärnau
04.12.2014
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Flotte Flyer, eine neue Homepage und viele Informationen, das alles in zwei Sprachen! Die Präsentation der Tourismusregion Bärnau ist wieder auf einem modernen Stand. Umsonst war das alles nicht - und wird es nicht bleiben. Ob die Stadt diesen neuen Standard halten will, blieb auch nach über zwei Stunden Diskussion offen.

Einen neuen Wege hat der Bärnauer Stadtrat im vergangenen Jahr eingeschlagen - und die "Tourist-Info" dem Verein Via Carolina übertragen. Die erhofften Vorteile: Längere Öffnungszeiten durch die Verlagerung an den Geschichtspark, umfassende personelle Betreuung und ein neues Konzept.

Bei der Sondersitzung am vergangenen Dienstag im Tagungsraum des Funktionsgebäudes am Geschichtspark konnte Dr. Benjamin Zeitler eindrucksvoll beweisen, dass er seinen Auftrag erfüllt hat. Gut eineinhalb Jahre hatte die Stadt den Auftrag an den Verein vergeben. Am Jahresende läuft der Vertrag aus.

Viel ist seitdem passiert, wie Zeitler in seinem Vortrag aufzeigen konnte. So gibt es für die Stadtwerbung attraktive Flyer mit aktuellen Bildern, gemacht von einem Fotografen. Ebenso wurde eine neue Homepage (www.baernau-entdecken.de) erstellt. Und natürlich hat der Verein den Ort und die Vermieter auf vielen Plattformen im Internet installiert. "Wir wollten eine Grundinfrastruktur schaffen", so Zeitler.

Projekt mit Tachov

Die Aufarbeitung und Aktualisierung der Daten und natürlich die Betreuung der Anrufer und Beantwortung der Anfragen hat den Verein auch personell gefordert. "Vier Personen beschäftigen sich auch mit dem Tourismus", wusste Zeitler. So seien heuer bislang etwa 588 Anrufe, davon 56 für das Museum, bearbeitet worden. Daneben hat die neue Tourist-Info Messen besucht, den Kontakt zu Dachorganisationen ausgebaut, aber auch die Betreuung der Vermieter intensiviert. In der Liste notierte Zeitler unter anderem noch den "Info-Point" auf der Silberhütte, Projekte mit Tachov für einen gemeinsamen Reiseführer oder Anstrengungen für mehr Bustourismus. Viel getan hat sich auch im Bereich Knopfmuseum, mit neuen Flyern oder einer neuen Homepage (www.deutsches-knopfmuseum.de). Als Reaktion auf die Auswertung des Besucheraufkommens präsentierte Zeitler die neuen Öffnungszeiten von Donnerstag bis Sonntag, 13 bis 17 Uhr (bisher Dienstag, Donnerstag, Sonntag, 14 bis 17 Uhr). Angehoben hätte man auch den Eintrittspreis (für Erwachsene von 2 auf 4 Euro).

Neu eingeführt wurde etwa die Familienkarte für 22 Euro im Jahr, darin enthalten sei auch der Besuch der Ausstellungen. Grundsätzlich wollte Zeitler mehr Augenmerk auf das Thema Knopf. "Wir sind die Knopfstadt!"

Bei der Präsentation am Dienstag konnte Zeitler auch noch viele Vorhaben präsentieren, etwa eine bessere Beschilderung oder ein Winter-Flyer mit professionellen Bildern. "Wir wollen die Stadt weiterbringen. Die Ideen gehen uns nicht aus", versicherte der engagierte Leiter der Tourist-Info.

Aktuell ein Minus

Entscheidend war für Zeitler jedoch die finanzielle Ausstattung der Tourist-Info. Bislang investiert die Stadt pro Jahr 20 000 Euro (netto) für das Personal und 5000 Euro als Marketingbudget. In seiner Bilanz für den Verein errechnete Zeitler für den Wirtschaftsbereich "Tourismus" aber ein Minus. Das könnte gerade für den Verein Probleme mit sich bringen, bis zum Verlust der Gemeinnützigkeit.

Mit Blick auf das Vertragsende wollte Zeitler rechtzeitig neue Aussagen, auch wegen der personellen Planungen. Um allerdings das Niveau zu halten und ein Minus zu vermeiden hielt Zeitler eine Erhöhung der finanziellen Ausstattung für unvermeidlich. In der Diskussion (eigener Bericht) kamen hier Zahlen von 30 000 und 10 000 Euro (Marketingbudget) ins Gespräch. Auf konkrete Aussagen wartete Zeitler am Dienstag auch nach über zwei Stunden vergebens.
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