Aushängeschild der Stadt

Neuwahlen standen beim Kultur- und Festspielverein "Wir im Bärnauer Land" an. An der Spitze bleibt unverändert Alfred Wolf (sitzend, Mitte), als Stellvertreter unterstützen ihn Eduard Weiß und Stefan Ockl (sitzend, von links). Dem neu gewählten Vorstandsteam gratulierte 2. Bürgermeister Michael Schedl (hinten links). Bild: awo
Lokales
Bärnau
16.03.2015
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Alfred Wolf steht auch weiter an der Spitze des Kultur- und Festspielvereins "Wir im Bärnauer Land": Bei der Jahresversammlung erhielt der Vorsitzende wieder das Vertrauen der Mitglieder. Sein Rückblick fiel durchwegs positiv aus.

"Der Kultur- und Festspielverein ist ein Aushängeschild für die Stadt Bärnau und die gesamte Region", sagte Alfred Wolf. Mit der Inszenierung des Historienstücks "Jan Hus - Worte wie Feuer" und dem von der Stadt unterstützten "Marktspectaculum" seien im vergangenen Jahr zwei Großveranstaltungen gemeistert worden.

Wolf erinnerte daran, dass der Verein zusammen mit den tschechischen Freunden der "Komödyanti" aus Tachov 600 Jahre nach der Reise von Jan Hus etwas Besonderes habe auf die Beine stellen wollen. Mit der gemeinsamen Entwicklung und Aufführung des neuen Stücks "Jan Hus - Worte wie Feuer" sei ein "richtiges Werk" vollbracht worden. 70 Darsteller hätten mitgewirkt, um das Wirken und den Weg des böhmischen Reformators facettenreich in Szene zu setzen.

Große Aufmerksamkeit

Autor und Bühnenbildner Andreas Arneth habe mit viel Akribie ein Stück geschrieben und in Szene gesetzt, so Wolf. Regisseurin Yvonne Brosch habe die große deutsch-tschechische Theatergruppe mit viel Einfühlungsvermögen gelenkt und so ein hervorragendes Ergebnis erzielt. Wolf dankte allen Mitwirkenden für den Zusammenhalt, für den Einsatz beim Bühnenbau sowie allen Helfern vor und hinter der Bühne. "Im Nachgang gab es eine ganze Reihe von Anfragen zum Theater und zum Thema Jan Hus, in Pilsen wurde dem Theater in den Medien große Aufmerksamkeit geschenkt", so Wolf. Die Diskussion über theologische Fragen in Zusammenhang mit Jan Hus münde heuer in einer Tagung.

Tausende Besucher

Auch das "Marktspectaculum" habe sich weiter als Bärnauer Markenzeichen etabliert. "Tausende Besucher strömten in die Knopfstadt, das Interesse ist riesengroß gewesen." Der Vorsitzende, damals auch Festleiter, sprach von einem "großen Gemeinschaftswerk aller Vereine unter dem Dach der Stadt". Dank sagte er allen Helfern, vor allem Markus Lang für die professionelle Zusammenstellung von Programm und Händlern sowie Uschi Wagner, die mit ihrem Team ein gewaltiges Ritterlager organisiert habe. Mit fast 400 Teilnehmern habe man einen Rekord an Teilnehmern verzeichnen können. Ein Dankeschön galt auch dem Aufbauteam und allen weiteren, die zum Gelingen beigetragen hätten.

Über ein volles Haus habe sich der Verein auch beim Soloauftritt von Hermann Fischer als "Bauerngrant" freuen können. An dem Abend seien 480 Besucher nach Bärnau gekommen. Großes Interesse weckte laut Wolf nicht zuletzt der Grenzlandturm, den der Verein betreut. "Dank des Einsatzes von Christa Bartonitschek kann eine Vielzahl an Besuchern das historische Gebäude besichtigen und nutzen."

2. Bürgermeister Michael Schedl gratulierte dem Verein im Namen der Stadt zu den Leistungen im kulturellen und gesellschaftlichen Bereich-. "Die Stadt kann sich glücklich schätzen, ein derartiges Aushängeschild zu haben, das weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist." Als hervorragend gelungen bezeichnete Schedl die Durchführung des Marktspektakels unter der Regie der Stadt.

Toni-Lauerer-Stück

Zum Abschluss informierte Vorsitzender Alfred Wolf, dass der "Kultursommer" an der Freilichttribüne wieder fest eingeplant sei. Hinter den Kulissen liefen die Vorbereitungen für die Aufführung eines Theaterstücks aus der Feder von Toni Lauerer. Aufgeführt werden soll es im Juli, das bewährte Schauspielerteam stehe schon in den Startlöchern. Näheres wolle der Vorsitzende in Kürze bekanntgeben.
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