Bayerisch-Böhmisches Informationszentrum "Goldene Straße" eröffnet - Grenzenloses Engagement
Brückenschlag zwischen Ost und West

Eineinhalb Jahre Arbeit stecken im Projekt "Goldene Straße". Ein neues Informationszentrum am Bärnauer Geschichtspark führt vor Augen, welch attraktive Ziele in Bayern und Böhmen entlang des ehemaligen Handelswegs liegen. Bild: nm
Lokales
Bärnau
23.06.2015
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Die "Goldene Straße" ist nicht nur ein Begriff aus den Geschichtsbüchern, sondern auch ein für Gegenwart und Zukunft wichtiger Brückenschlag zwischen Ost und West. Das Miteinander von Menschen und Organisationen rückte bei der Eröffnung des Informationszentrums am Bärnauer Geschichtspark in den Blickpunkt.

Seit dem Verschwinden des Eisernen Vorhangs sind 25 Jahre vergangen. Der Verein "Via Carolina" hatte deshalb zu einem deutsch-tschechischen Freundschaftsfest eingeladen. Wie gut die Kontakte zwischen Bayern und Böhmen längst geworden sind, zeigt sich unter anderem an dem aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung geförderten Projekt "Goldene Straße". Was es umfasst und wie spannend es ist sich darauf einzulassen, ist seit Samstag am neuen Infozentrum zu erfahren.

Vladislav Krumer erinnerte zu Beginn des Festaktes an historische Hintergründe des Handelswegs. In der Zeit von Kaiser Karl IV. entwickelte er sich als wichtige Verbindung zwischen Böhmen und dem Westen des Reichs: "Der Stellenwert ist nach wie vor groß für die Menschen, die hier leben. Und genauso für die sich eröffnenden hochkarätigen Chancen im Tourismusbereich."

Mit der Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern setzte sich Alfred Wolf, Vorsitzender von "Via Carolina", auseinander. "Seit 25 Jahren können sich die Menschen ungehindert begegnen. Gemeinsam haben wir mit unserem Engagement die Grenzen völlig verschwinden lassen. Es ist noch viel mehr möglich."

Mitgebracht hatte Wolf den neuen Reiseführer "An der Goldenen Straße von A bis Z". Zusammen mit einem Faltplan und dem Internetauftritt zeigt er, welch interessante Ziele und Angebote es entlang der "Goldenen Straße" gibt. Erfasst ist ein Bereich mit einer Ausdehnung von 40 bis 50 Kilometern.

Frantisek Meinl von der Stadt Tachov und der Bärnauer Bürgermeister Alfred Stier würdigten neben der geleisteten Arbeit die gelungene Präsentation im Informationszentrum. Dort lässt sich an überdimensionalen Karten, Bildern und Texten viel über die Region ohne Grenzen erfahren.

Was hinter dem Projekt "Goldene Straße" steckt, stellte Monika Michlova im Detail vor. Von Januar 2014 bis Juni 2015 habe man es geschafft, die vielfältigen Facetten zu dem Thema aufzubereiten: "Das reicht von den Informationen zu den anliegenden Orten über die Kultur, die Geschichte und die Natur bis hin zum Tourismus. Wir sehen die Arbeit aber auch als Ansporn für eine dauerhafte Kooperation zum Wohl der Region."
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