Bayernwerk verbessert mit neuen Leitungen die Versorgungssicherheit in der Stadt
Freier Blick dank Erdverkabelung

Bürgermeister Alfred Stier, stellvertretender Geschäftsführer Wolfgang Kaiser, die Leiterin der Netzbau Weiden der Bayernwerk AG, Katja Lindner, und Projektleiter Karl Schwanitz (von links) vor dem Schalthaus im Bereich "Am Galgen". Der Bürgermeister bedankte sich bei den Vertretern der Bayernwerk AG für eine "tolle Arbeit". Die Erdverkabelung macht es möglich, dass 28 Masten abgebaut werden konnten. Auf Ackerflächen stehen noch einige weitere, die nach der Ernte verschwinden. Bild: tr
Lokales
Bärnau
02.08.2015
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250 000 Photovoltaik-Anlagen speisen das Netz des Bayernwerks. Zu 60 Prozent fließt dort Strom aus regenerativer Energie. Um die Versorgungssicherheit hoch zu halten und den erzeugten regenerativen Strom auch zum Verbraucher zu bringen, arbeite das Bayernwerk ständig an der Optimierung des Verteilnetzes. Das erklärte Katja Lindner, Leiterin des Netzbaus am Netzcenter in Weiden.

Entscheidend dafür sei der klassische Netzausbau von der Instandhaltung und Erneuerung bis hin zur Erweiterung regionaler Netzkapazitäten. Rund 94 Millionen Euro stecke das Bayernwerk in diesem Jahr in die Energienetze der Oberpfalz. Eine der aktuellen Maßnahmen betrifft die Stadt Bärnau.

Neue 20 Kilovolt-Leitung

Lindner informierte Bürgermeister Alfred Stier und den stellvertretenden Geschäftsführer Wolfgang Kaiser über die bereits erledigten, aktuellen und künftigen Maßnahmen im Gemeindebereich. So wurden im Zuge des Neubaus der Ortsumgehung eine neue 20 Kilovolt-Kabelleitung gebaut und die bereits bestehende Freileitung verkabelt. Beim Bau der Ortsumgehung konnten die beiden Kabel des Bayernwerks mitverlegt werden. Das Schalthaus in Bärnau wurde innen und außen komplett erneuert. Die Kosten für die Kabelbau-Maßnahmen belaufen sich auf knapp 600 000 Euro.

Bereits 2014 seien zehn Kilometer 20 kV-Kabel verlegt worden. In diesem Jahr kämen gut zwei Kilometer mit einem Querschnitt von 150 Quadratmillimetern sowie knapp 15 Kilometer mit einem Querschnitt von 240 Quadratmillimetern hinzu. Darüber hinaus werde die bisherige Turmstation als neue Kompaktstation in der Griesbacher Straße errichtet. Durch die Mittelspannungs-Verkabelungsmaßnahme werde es möglich sein, im Stadtgebiet auf einer Länge von vier Kilometern die Freileitung sowie 28 Masten abzubauen.

"Mit der Verkabelung und der Verlegung eines komplett neuen Kabels verbessern wir die Versorgungssicherheit in der Stadt Bärnau und im Umland", erläuterte Katja Lindner. "Diese Baumaßnahme gehört zu unseren regionalen Bau- und Entwicklungsmaßnahmen im gesamten Verteilnetz des Bayernwerks."

Dabei werde versucht, die Aufträge zur Umsetzung der Baumaßnahmen überwiegend an regional ansässige Partnerfirmen zu vergeben. "So leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung der heimischen Unternehmen, insbesondere kleiner und mittlerer Betriebe."

Dürrmaul bis Beierfeld

Die Netzbauleiterin am Netzcenter Weiden informierte auch darüber, dass 2016 die Verkabelungsmaßnahmen fortgeführt würden. Dann gehe es um die Leitung von der Fischzuchtanlage (Dürrmaul) bei Stöberlhof in Richtung Beierfeld, wo knapp drei Kilometer Erdkabel verlegt würden, und einen Ersatzbau für die Station Stöberlhof.

Diese Maßnahmen seien nicht nur EEG-bedingt. Vielmehr spiele auch eine Rolle, dass die Freileitungen dort oft von Raureif betroffen seien, was eine Vereisung der Leiterseile zur Folge habe.
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