Doppelspitze für den Wald

Mit dem Stück Stadtwald für die Kommunal GmbH braucht es auch einen eigenen Förster für diesen "Privatwald". Für diese Fläche ist künftig Forstingenieur Michael Pröls (links) zuständig. Forstamtmann Günter Mayr freilich bleibt für die Bürger gewohnt Ansprechpartner für den Stadtwald. Bild: ws
Lokales
Bärnau
15.10.2015
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Neue Wege hat die Stadt vor zwei Jahren mit der Kommunal GmbH beschritten. Jetzt braucht es dafür auch einen eigenen Förster.

Mit der Kommunal GmbH hat die Stadt Bärnau für neue Besitzverhältnisse im Stadtwald gesorgt. So wurde die neue Gesellschaft mit rund 145 Hektar Wald ausgestattet. Zwar steht allein die Stadt hinter der neuen GmbH, doch ist diese Fläche eher als "Privatwald" zu sehen. Und dafür ist Günter Mayr nicht mehr zuständig.

Bei der Stadtratssitzung stellte Forstamtmann Mayr deshalb einen neuen Mann an seiner Seite vor: Michael Pröls, der auch in Tirschenreuth als Stadtförster tätig ist, kümmert sich seit Anfang Oktober um dieses Stück der Kommunal GmbH. Damit nimmt Bärnau aktuell die Dienste von zwei Förstern in Anspruch. Während Mayr vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten "eingekauft" wird, wird die Leistung von Michael Pröls von der Forstbetriebsgemeinschaft in Rechnung gestellt.

Vor zwei Jahren, so erinnerte Mayr, sei der Distrikt "Mess" an die Kommunal GmbH abgegeben worden. Nachdem es sich damit um einen Privatwald handle, sei eine Betriebsleitung durch die Bayerische Forstverwaltung nicht mehr möglich. Mayr bleibt weiter für die 435 Hektar Stadtwald zuständig, Pröls künftig für die "Mess" (Bereich Stöberlhof-Grenzalm). Nachdem sich die Betriebsstunden hier nur verlagern würden, entstehe kein Mehraufwand, beruhigte der Forstmann das Stadtratsgremium.

Beruhigen wollte Mayr bei der Gelegenheit auch die Brennholz-Selbstwerber und die Restholzbezieher. Die Waldarbeiter Siegmund Mages und Michael Rößler würden weiterhin die Einweisung beim Hiebsrestholz vornehmen. Stehendes Brennholz aus Jungbeständen teile der zuständige Förster zu. Und die Rechtholzabrechnung erfolgt wie bisher durch Günter Mayr. Forstingenieur Michael Pröls stellte sich dann dem Gremium vor. Der 30-Jährige stammt aus Flossenbürg und betonte, dass auch er im Bärnauer Hallenbad das Schwimmen gelernt hätte. Bürgermeister Alfred Stier hoffte, dass Michael Pröls einmal auch für den Stadtwald tätig sein könnte. Günter Mayr wird sich von diesem Amt nach über 30 Jahrzehnten Tätigkeit in drei Jahren zurückziehen.
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