Ehrliche Politik mit Vernunft

Lokales
Bärnau
26.11.2015
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Viel diskutiert wird in der Knopfstadt über Hallenbad oder Tourist-Info. Die Themen durften deshalb auch bei der Jahreshauptversammlung der SPD nicht fehlen. Und da wollten auch zahlreiche interessierte Bürger mitreden.

Zur Jahreshauptversammlung konnte Robert Birkner viele interessierte Bärnauer willkommen heißen. Denen berichtete der Vorsitzende, dass die SPD eine ehrliche Politik mit Vernunft zum Ziel habe. "Wir wollten nach der Wahl 2014, eine sachliche und gute Zusammenarbeit im Stadtrat - doch bei der momentanen politischen Konstellation ist das äußerst schwierig!"

Lebensqualität sichern

Mangelnder Informationsfluss und zu wenig Reaktion auf die konstruktiven Vorschläge, beklagte Birkner. Gemeinsames Ziel sollte es doch sein, parteiübergreifend Bärnau als attraktiven Wohnort zu gestalten und so auch die Lebensqualität der Bürger zu sichern. Fraktionsvorsitzender Gottfried Beer kritisierte in seinem Bericht vor allem die Zusammenarbeit mit der Führungsspitze der Stadt. Man werde immer öfter mit nicht nachvollziehbaren Tatsachen und Entscheidungen konfrontiert. Um die Attraktivität der Stadt zu erhöhen verwies Berr auf die Städtebauförderung. Hier sollte man aber in Bezug auf geplante Wohnprojekte vorsichtig sein und überdenken, ob diese auch langfristig rentabel seien. "Die finanzielle Belastung der Stadt wird in den nächsten Jahren durch notwendige Maßnahmen im Bereich Wasser, Abwasser und Straßensanierung weiter steigen", gab Beer zu Bedenken Der aktuelle Schuldenstand der Stadt zusammen mit der Kommunal-GmbH sei aber seit fast 20 Jahren nicht mehr so hoch gewesen.

Auch die Verlagerung der Tourist-Info in den Geschichtspark, die der Stadt 30 000 Euro jährlich kostet, ist für die Bärnauer SPD nicht nachvollziehbar. Berichte über die aktuellen Zahlen würden trotz Stadtratsbeschluss nicht vorgelegt! Beer abschließend: "In den nächsten Jahren wird sich hier in der Gemeinde viel verändern, da möchten wir mitwirken und wir nehmen unsere Aufgabe als Vertretung der Bürgerinteressen ernst". Juso-Vorsitzender Johannes Dill ging auf seine Arbeit im Stadtrat ein und stellte heraus, dass es immer Leute geben müsse, die aufpassen, "dass nicht alles aus dem Ruder laufe." Dill: "Denn so wie jetzt, gehört die Stadt nicht geführt."

Dank an Gertraud Birkner

In der Zusammensetzung der SPD- Fraktion im Stadtrat hat sich eine Änderung ergeben. Zum 30. September hat Gertraud Birkner ihr Mandat niedergelegt. Nachrücker ist Josef Hubmann, der seit 29 Jahren dem SPD Ortsverein angehört. Für die geleistete Arbeit von Gertraud Birkner, nicht nur im Stadtrat, dankten ihr die drei SPD-Stadträte Gottfried Beer, Johannes Dill und Josef Hubmann sowie Vorsitzender Robert Birkner. Nach einiger Bedenkzeit hatte sich Gertraud Birkner bereiterklärt auf einem "hinteren Platz" bei der zurückliegenden Kommunalwahl zu kandidieren. Von Platz 14 wurde sie auf Platz drei vorgewählt, so dass die SPD Bärnau erstmals nach 12 Jahren wieder drei Stadträte stellen konnte. Sie ist übrigens bisher die einzige Frau in der Bärnauer SPD, der es jemals gelang, im Stadtrat und auch im Kreistag (von 1996-2002) vertreten zu sein.
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