Geschichte in Stein und Holz

Lokales
Bärnau
24.10.2014
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Auf einem Originalteilstück der ehemaligen "Goldenen Straße" in Bärnau wird jetzt mit einem historisch-geologischen Lehrpfad die 1000 Kilometer lange europäisch-politische Landbrücke Karl IV. aus dem 14. Jahrhundert präsentiert. Am Sonntag stellt der Initiator Reiner Christoph das Projekt vor.

Um eine Attraktion reicher ist die Stadt Bärnau geworden. Dank der Initiative des Vereins "Goldene Straße" mit dem Vorsitzenden Rainer Christoph ist ein einmaliger geologisch-historischer Lehrpfad in der Knopfstadt entstanden.

Luxemburg bis Breslau

Entlang der Naaber Straße und weiterführend in dem erhalten gebliebenen Hohlweg des alten Handelsweges von Nürnberg nach Prag sind in 16 Baumstämmen 32 Steine aus 32 Städten von Luxemburg bis Breslau ausgestellt. Dabei stellen sich nicht nur die Steine vor, sondern auch die Stadt und ihre Lage an der Altstraße.

Am Sonntag, 26. Oktober, um 14.30 Uhr, wird der historisch-geologische Lehrpfad der Öffentlichkeit präsentiert. Treffpunkt ist am Parkplatz am Geschichtspark. Rainer Christoph erläutert den Besuchern bei einer Führung das Projekt und die geschichtlichen Hintergründe und Zusammenhänge. Anschließend informiert der Vorsitzende des Vereins "Goldene Straße" in der Gaststätte "Brot & Zeit" in einem bebilderten Vortrag die Gäste über die geschichtlichen Hintergründe. Alle Interessierten sind zur öffentlichen Vorstellung herzlich eingeladen.

Europäische Landbrücke

Die europäisch-politische Landbrücke Karl IV. reichte im 14. Jahrhundert im Osten von Prag nach Breslau und im Westen über Nürnberg und Frankfurt bis nach Luxemburg. Neben dem Vorsitzenden des Fördervereins Goldene Straße, Rainer Christoph zählen die Städte Bärnau und Kladruby, der Verein Via Carolina und die Euregio Egrensis zu den Mitinitiatoren.

Bärnau liegt direkt am Mittelpunkt der Strecke und ist durch einen großen Granitfindling dargestellt. Rainer Christoph hatte sich bereits 1990 als Bärnauer Schulleiter mit einer Schülergruppe dem Thema unter dem Motto "Steine zeigen den Weg" gewidmet. Visualisiert wird die Goldene Straße heute mit Hilfe von Originalsteinen aus 32 Städten. Die Steine wurden von Dr. Frank Holzförster im Geozentrum an der KTB taxiert. Vor jedem Stein befindet sich eine umklappbare Abdeckplatte der jeweiligen Stadt. Auf der Rückseite erzählt jeder Stein eine kurzweilige Geschichte - natürlich zweisprachig.

Das Ergebnis ist auf rund 200 Metern von der Naaber Straße aus über den noch im Original erhaltenen Hohlweg der Goldenen Straße und den Geschichtspark-Parkplatz bis hin zur angrenzenden Naab verteilt.
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