Geschichtspark rückt an Friedhof

Der Verein Via Carolina will für den Geschichtspark mehr Platz. Dabei hat man auch das Grundstück in Richtung Friedhof im Auge. Bild: ws
Lokales
Bärnau
19.03.2015
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Der Geschichtspark ist auch künftig für ein paar neue Geschichten gut. Was genau passieren soll, wollte Alfred Wolf als Vorsitzender des Vereins "Via Carolina" nicht verraten. Dennoch war das Stadtratsgremium bereit, schon mal Flächennutzungsplan sowie Bebauungsplan ändern zu lassen.

Mit einem "Großprojekt" will der Verein "Via Carolina" den Geschichtspark Bärnau-Tachov als Standort einer wissenschaftlichen Bildungseinrichtung weiterentwickeln. Wie genau, das wollte Alfred Wolf bei der Stadtratssitzung im öffentlichen Teil nicht mitteilen. Überhaupt solle die Bauleitplanung aufzeigen, inwieweit die Pläne zu realisieren sind. Bei der Sitzung verdeutlichte Wolf, dass man sich noch innerhalb des Flächennutzungsplanes bewegen werde. Dort würden drei Baufenster installiert. Eines der anvisierten Gebiete findet sich in der Nähe des Friedhofes und gehört der Stadt. Vorgesehen ist dieser Bereich bislang für eine mögliche Erweiterung des Parkplatzes am Friedhof.

Für Hubert Häring (Christlich Freie Wählergemeinschaft) war das auch ein Grund, dem Vorhaben skeptisch gegenüber zu treten. Häring erinnerte, dass man eigentlich zwischen Park und Friedhof einen gewissen Abstand erhalten wollte. Alfred Wolf bewertete eben dieses Grundstück als "elementar" für die Entwicklung des Geschichtsparks. Falls sich die Pläne nicht realisieren ließen, würde der Verein auch vom Kauf absehen, verwies Wolf auf das Bauleitverfahren. Gegen die Änderung von Flächennutzungs- und Bebauungsplan stimmten drei Mitglieder des Stadtrats. Der Beschluss beinhaltet auch eine Verkaufsabsicht des Grundstücks an den Verein.

Breitbandausbau

Bei der Sitzung wurde das Gremium weiter über den Breitbandausbau informiert. Auf eine Ausschreibung hat sich allein die Telekom gemeldet. Jetzt müssen die Förderanträge gestellt werden. In sieben Erschließungsgebieten soll dann der Ausbau bis Mitte kommenden Jahres erfolgen. Im gesamten Gemeindegebiet soll dann eine Datenversorgung mit mindestens 30 Megabit, bis zu maximal 60 Megabit geboten werden.

Nicht gleich fällen

Als Experte nahm Forstamtmann Günter Mayr zur Verkehrssicherung an der Steinbergallee Stellung. Mayr wandte sich dagegen, die Bäume schon bei ersten Zeichen von Pilzbefall zu beseitigen. "Die können noch 20 Jahre stehen", verwies Mayr auf eine durchaus vertretbare Bildung von kleinen Hohlräumen.

Sollte Querrisse entstehen, müssten Bäume natürlich gefällt werden, betonte der Forstamtmann. Der Meinung schloss sich auch der Stadtrat an.
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