Geschichtspark und Wenzlschloss

Beeindruckt vom Geschichtspark Bärnau/Tachov zeigte Minister Ludwig Spaenle (rechts), als er im vergangenen Jahr die Dauerausstellung in Bärnau eröffnete. Mit auf dem Bild, der wissenschaftliche Leiter, Stefan Wolters und MdL Tobias Reiß (von links). Archivbild: Grüner
Lokales
Bärnau
05.03.2015
7
0

Ludwig Spaenle hat Wort gehalten: Der Geschichtspark Bärnau/Tachov wird bei der Landesausstellung Bayern-Böhmen 2016/17 dabei sein. Zumindest im Begleitprogramm. Das ist doch auch schon was.

"Mich überrascht selten etwas, aber das schon." Wissenschaftsminister Ludwig Spaenle war ganz hin und weg, als er vergangenen Sommer die Dauerausstellung im Geschichtspark eröffnete. Spontan sagte er zu, bei der Landesausstellung Bayern-Böhmen 2016/17 Bärnau in irgendeiner Form beim Begleitprogramm "Goldene Straße" zur berücksichtigen.

Starkes Zeichen für Region

Und das ist jetzt so geworden, wie MdL Tobias Reiß mitteilt. "Das ist ein starkes Zeichen für unsere Region", ist sich der Landtagsabgeordnete sicher. Er freut sich, dass die Verantwortlichen des Geschichtsparks ihre Erfahrungen als grenzüberschreitende Einrichtung mit deutschen und tschechischen Besuchern, das Wissen als Forschungs- und Ausbildungsstelle der Universität Bamberg, die jahrzehntelange Beschäftigung mit der Goldenen Straße und die zahlreichen inhaltlichen Anknüpfungspunkte in die Landesausstellung mit einbringen können.

Auch Speinshart ideal

Jetzt gelte es neben Bärnau dafür zu werben, dass auch das Kloster Speinshart für das Begleitprogramm vorgesehen wird. Das Baudenkmal europäischen Ranges mit seiner Verbindung zum böhmischen Stift Tepl eigne sich geradezu ideal dafür.

Gewachsene Freundschaft

Im Ministerrat hatte Spaenle über den Vorbereitungsstand zur Landesausstellung berichtet, die er als starkes Symbol für die gewachsene Freundschaft zwischen Tschechien und Bayern wertet. Mit Kaiser Karl IV. (1316-1378) habe die Ausstellung eine der bedeutendsten Herrscherpersönlichkeiten der europäischen, tschechischen sowie der deutschen und bayerischen Geschichte zum Thema gemacht.

Der ehemalige Herrscher biete eine Vielzahl von Anknüpfungspunkten für die gemeinsame Geschichte. Dafür stünden beispielhaft die Städte Nürnberg und Prag mit ihren berühmten, von Karl IV. angestoßenen Bauwerken, wie die Nürnberger Frauenkirche oder die Karlsbrücke und der Veitsdom in Prag. Die bayerisch-tschechische Landesausstellung ist von Mai bis September 2016 in der Wallenstein-Reithalle in Prag und von Oktober 2016 bis März 2017 im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg zu sehen. Das Begleitprogramm soll die bayerisch-tschechische Grenzregion, die Metropolregion Nürnberg und Orte entlang der Goldenen Straße umspannen. Neben dem Geschichtspark in Bärnau soll unter anderem auch das Wenzelschloss in Lauf, der Partnerstadt Tirschenreuths, einbezogen werden.
Weitere Beiträge zu den Themen: März 2015 (9461)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.