Grenzen verschwinden

Mit einem "Brückenfest" wurde das Tourismusprojekt "Goldene Straße" beendet. Bürgermeister Alfred Stier, Architektin Katrin Roider und Alfred Wolf durchtrennten symbolisch das Band. Im Bild die beteiligten Helfer, Roman Soukup vom Rat der Stadt Tachov (Mitte mit Hut) und Dolmetscher Jan Tuma (rechts außen). Bild: awo
Lokales
Bärnau
07.08.2015
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Die grenzüberschreitende Region verfügt über ein großes touristisches Entwicklungspotenzial. Dieses zu erschließen und zu vermitteln ist das Ziel der Aktionsgemeinschaft "Zlata Cesta" der Stadt Tachov und der für die Stadt Bärnau tätige Verein "Via Carolina".

Gefördert mit europäischen Fördermitteln aus dem Programm Interreg IIIa haben beide Träger die Grenze etwas "verschwinden" lassen und eine touristische Infrastruktur für Gäste und Besucher entwickelt. Mit einem "Brückenfest" feierte der Verein "Via Carolina e.V." den Abschluss dieses Projektes. Etwa 40 ehrenamtliche Helfer haben in den vergangenen Monaten knapp 1500 freiwillige Arbeitsstunden auf deutscher Seite geleistet, um am Geschichtspark ein "touristisches Infozentrum" zu errichten.

Geplant vom Architekturbüro Sollfrank & Roider, unterstützt durch Albert Konrad, umgesetzt vom vereinseigenen Bauteam unter der organisatorischen Leitung von Eduard Weiß und der inhaltlichen Verwirklichung durch die Marketingagentur advance media aus Erbendorf ist ein bisher einzigartiges Projekt umgesetztworden. Entstanden ist ein "Schaufenster der Region ohne Grenzen". Fast 80 touristische Ziele im Radius von etwa 50 Kilometern rund um Bärnau werden präsentiert. Das tschechische Partnerprojekt "Historischer Park in der Landschaft" mit den "Meilensteine der Zeit" ist ebenso eingebunden wie die Vernetzung mit dem "Geologisch-historischen Lehrpfad" an der Naaber Straße. Ein Brückenbauwerk über die Waldnaab verbindet Lehrpfad und das Originalteilstück des ehemaligen Handelsweges der "Goldenen Straße". Bürgermeister Alfred Stier würdigte die Initiative. Das Projekt zeige das touristische Potenzial in der Region auf. Dieses gelte es gut zu vermarkten. Georg Sollfrank als Leiter der Umsetzung dankte allen Beteiligten für den Kraftakt, der erbracht wurde.

Tolle Sehenswürdigkeiten

Vorsitzender Alfred Wolf stellte den Grundgedanken der geschaffenen Einrichtung heraus. Dem Besucher solle vor Augen geführt werden, welche tollen Sehenswürdigkeiten diesseits und jenseits der Grenze vorhanden sind - vom Kloster Speinshart zum Kloster Waldsassen, zu den Klöstern Tepl und Kladruby. Vom Felsenlabyrinth Wunsiedel zu den Burgruinen Schellenberg, Liebenstein und Primda. "Region erleben - in Bayern und Böhmen", so lautet denn auch die Aufforderung, auf diese Ziele aufmerksam zu werden und sie zu erkunden. Karlsbad, Marienbad, Sibyllenbad, der Oberpfalzturm im Steinwald, die Himmelsleiter bei Tirschenreuth, der Havran nahe der Silberhütte. Ein eigener Wandbereich wurde dem "Bärnauer Land" gewidmet, bildreich werden hier Sehenswürdigkeiten präsentiert. Sämtliche Beschreibungen sind in Englisch, Deutsch und Tschechisch verfasst.
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