Holzernte lässt Kasse klingeln

Für ein Rekordergebnis hat 2014 die Waldbewirtschaftung gesorgt. Im Stadtwald wurden 3530 Festmeter geschlagen, auf der Fläche der Kommunal GmbH 856 Festmeter. Am Ende ergab sich ein Überschuss von 186 497 Euro. Bild: ws
Lokales
Bärnau
18.03.2015
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Sein Jubiläum kann Forstamtmann Günter Mayr gleich mit einer Rekordzahl feiern. Seit 30 Jahren kümmert sich Mayr um den Stadtwald - und kann heuer den höchsten Gewinn vorweisen.

bei der Stadtratssitzung vergangene Woche wurde dem Förster ein weiteres Mal vorbildliche Arbeit bescheinigt. Besonders erfreut war das Gremium dabei über den Jahresabschluss für das vergangene Jahr. Auf 435 Hektar Stadtwald und 145 Hektar Fläche der Kommunal GmbH hat Mayr gut gewirtschaftet. So blieb am Ende ein Erlös von 186 497 Euro.

Über dem Hiebsatz

Auf 580 Hektar Fläche finden sich rund 558 Hektar "Waldboden". Dort sind im vergangenen Jahr 4386 Festmeter Holz geschlagen worden. Damit liegt Bärnau rund zehn Prozent über dem geplanten Hiebsatz von 4000 Festmetern. Entsprechend soll laut Mayr im laufenden Jahr die Menge zurückgenommen werden. Bei den Ausgaben vermerkte der Forstamtmann neben den rund 4000 Waldarbeiterstunden oder den Harvestereinsätzen auch seine eigene Leistung für die Betriebsführung. Insgesamt ergaben sich 2014 Ausgaben von 165 721 Euro. Die Einnahmen beliefen sich laut Mayr auf 352 000 Euro. Bezogen auf den Gesamtwald sei ein Überschuss von 334 Euro je Hektar erzielt worden.

Ausreichend Brennholz

In seinem Bericht informierte der Forstamtmann, dass kaum Schäden durch Sturm oder Borkenkäfer zu verzeichnen waren. Annähernd gleich ist über die Jahre gesehen der Brennholzanteil am Einschlag. So mache dieser Bereich pro Jahr rund 1500 Ster aus. Auch in Zukunft könne der Stadtwald die Brennholzvergabe ohne Probleme erfüllen. Auch stehe ausreichend Holz für die Selbstwerber zur Verfügung.

In einem Ausblick kündigte der Forstamtmann in diesem Jahr die etwas geringere Einschlagmenge an. Zudem fürchtete Mayr einen sinkenden Holzpreis, der sich dann auf den Ertrag auswirken würde.

Bürgermeister Alfred Stier führte den Überschuss auch auf die hervorragende Waldbewirtschaftung zurück. Und dafür sei wiederum der Mitarbeiter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten verantwortlich. "Wir fahren jetzt die Ernte ein", blickte Stier auf die intensive Pflege des Waldes in den vergangenen Jahren. Bei den Holzpreisen gab sich Stier optimistisch. "Der Preis bleibt stabil", prognostizierte Stier auch mit Blick auf die geringe Holzmenge auf dem Markt.
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