In der Wissenschaft präsent sein

Die neue Dauerausstellung des Geschichtspark beeindruckte auch den wissenschaftlichen Beirat. Im Bild (von links): Vereinsvorsitzender Alfred Wolf, Prof. Dr. Ericsson (Uni Bamberg), Dr. Michael Henker (Präsident Internationaler Museumsbund - ICOM), Silvana Codreanu-Windauer (Landesamt für Denkmalpflege), Archäologe Stefan Wolters und Dr. Hans Losert (Uni Bamberg). Bild: hfz
Lokales
Bärnau
03.11.2014
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Es wurde wieder enorm viel auf hohem Niveau erreicht: Dies war das Resümee des 9. Treffens des Wissenschaftlichen Beirats im Geschichtspark Bärnau-Tachov. Dies beeindruckte umso mehr, da der Park das erste Mal ohne laufende öffentliche Fördermittel auskommen muss.

Archäologe Stefan Wolters konnte von einer regen Bautätigkeit im Geschichtspark berichten. So wurden seit dem zurückliegenden Treffen vier weitere Häuser gebaut. Im Moment richten sich die zumeist ehrenamtlich ausgeführten Bauarbeiten vor allem auf viele kleine Details. Es werden Häuser fertig eingerichtet, ein Fischkasten wurde gebaut und viele weitere kleinere Arbeiten verrichtet.

Hochwertige Aktionen

Wolters betonte, dass man nun verstärkt auf qualitativ hochwertige Veranstaltungen setze. Dabei konnte man schon eine gewisse Kontinuität erreichen und sich mit vielen Events einen Namen machen. Ebenso ist der Geschichtspark als Museum mittlerweile in der deutschen und europäischen Museumslandschaft angekommen. Besonders gern hörte der Wissenschaftliche Beirat, dass der Geschichtspark sehr eng in das internationale Museumsgeschehen eingebunden ist. Aufgrund der Personalknappheit kann man derzeit noch nicht wie gewünscht an allen Kongressen teilnehmen. Auch wissenschaftliche Publikationen könne man derzeit noch nicht voranbringen, obwohl die Anfragen aus der Wissenschaft sehr zahlreich sind. Dr. Codreanu-Windauer vom Landesamt für Denkmalpflege in Regensburg betonte dabei die Wichtigkeit der Publikationen, da man nur so auch dauerhaft in der Wissenschaft präsent sein könne.

20 000 Besucher

Geschäftsführer Dr. Benjamin Zeitler berichtete, dass man auch in diesem Jahr wieder die 20 000 Besucher-Marke geknackt habe. Darüber sei man sehr erfreut, da es immer ein enormer Kraftakt ist. Nichtsdestotrotz werde man dauerhaft auch auf öffentliche Unterstützung angewiesen sein, um gerade die wissenschaftliche Arbeit voranzutreiben.

Teil der Landesausstellung

Der Leiter des Wissenschaftlichen Beirats, Dr. Michael Henker, betonte in diesem Zusammenhang, dass hier vor allem die örtlichen und regionalen politischen Ebenen gefordert seien. "Anderenorts in Bayern ist man weit wenig zögerlicher, solch engagierten, wissenschaftlich ambitionierten und touristisch attraktiven Projekten finanziell unter die Arme zu greifen. Der Mehrwert für die Region ist schließlich unübersehbar", betonte Dr. Henker. Projektleiter Zeitler betonte in diesem Zusammenhang, dass man bereits die Zusage vom Kultusministerium habe, ein wesentlicher Bestandteil der Bayerisch-Böhmischen Landesausstellung 2016/17 zu werden.

Der Vereinsvorsitzende Alfred Wolf ergänzte, dass man ebenso über neue Projekte nachdenke, um auch durch stets neue Innovationen und Einrichtungen interessant für die Wissenschaft und die Besucher zu bleiben. Abschließend dankte Wolf den Wissenschaftlichen Beirat für seine beständige Unterstützung und bat, auch bei künftigen Projekten so tatkräftig zur Seite zu stehen.
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