Interessantes Referat von SPD-Kreisrätin Brigitte Scharf zum Thema "Arbeit und Soziales" - ...
Wichtiger Schritt für gerechtere Bezahlung

Lokales
Bärnau
26.11.2015
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Ein emotionales, interessantes und mitreißendes Referat zum Thema "Arbeit und Soziales" hielt SPD-Kreisrätin und stellvertretende Kreisvorsitzende Brigitte Scharf bei der Jahresversammlung der Genossen in der Knopfstadt.

Seit Januar 2015 sei der Mindestlohn von 8,50 Euro in Kraft getreten. Scharf sieht darin einen wichtigen Schritt für eine gerechte Bezahlung der Arbeit gerade in unserer Region. Besonders positiv zu sehen sei dies für viele Frauen, gerade in den "Mini-Jobs". Denn diese seien nun teilweise in versicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse umgewandelt worden. Dabei herrschte große Aufregung bei den Arbeitgebern zur Aufzeichnung der Arbeitszeit. "Wie hatte man eigentlich bisher aus Stundenlöhnen einen Monatslohn berechnet", fragte die Referentin.

Im Juli 2014 sei auch die neue "Mütterrente" in Kraft getreten. Die ersten Auszahlungen gab es dann im Oktober und als negative Auswirkungen schließlich die "Rückforderungen" von Wohngeldämtern und auch von den Sozialämtern. "Wie heißt es so schön: Den kleinsten beißen die Hunde", merkte die Kreisrätin dazu an. "Diejenigen Mütter, die es am Meisten gebraucht hätten, haben am Allerwenigsten!" Bei den Renten, so Scharf, habe es zum 1. Juli 2015 eine positive Gesetzesänderung gegeben. So gebe es für die Halbwaisenrente ab 18 Jahre keine Einkommensanrechnung mehr. Diese Renten würden also nicht mehr gekürzt. Das "Rentenpaket" greife nun. Der Jahrgang 1952 sei der Letzte, der genau mit 63 Jahren ungekürzt in Rente gehen könne, wenn die 45 Jahre erreicht sind. Positiv sei hier, dass die Stempelzeiten und Kindererziehungszeiten mit zählen. Aber, so Scharf, auch diese Rente werde Jahrgang für Jahrgang angehoben, es müsse also länger gearbeitet werden. Ab Jahrgang 1964 müsse man auch bis 67 arbeiten.

Finanzielle Verbesserungen gab es auch bei der Erwerbsminderungsrente. Gesetzesänderungen würden auch bei Flexi-Rente und dem Pflegegesetz anstehen. Wer sich informieren möchte: www.politikmitvernunft.de.
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