Junge Ideen für Senioren

Lokales
Bärnau
27.03.2015
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Als Sprachrohr für die älteren Menschen sieht sich der Seniorenbeirat. Freilich ist das Gremium auch sehr aktiv, was eine "Ideensammlung" beweist.

Nach der konstituierenden Sitzung im November 2014 trafen sich die Mitglieder des Beirates am Montag im Gasthof "Zur Post" zu einer weiteren Sitzung, in der die künftige Vorgehensweise und Mitwirkung bei der Gestaltung der Seniorenpolitik der Gemeinde besprochen wurde. Über die Zielsetzung, so Vorsitzende Ingrid Leser, sollten sich bis zu dieser Sitzung alle Mitglieder ihre Gedanken machen und dementsprechend Vorschläge einbringen. Gleichzeitig sollte eine erste Bestandsaufnahme der bereits bestehenden Einrichtungen und Angebote gemacht werden.

Leute motivieren

"Vieles ist eigentlich schon da, muss aber nur entsprechend genutzt werden", wusste Ingrid Leser. Ein großes Problem sei, die Leute zu motivieren, die verschiedenen Angebote wahrzunehmen. "Viele ältere Mitbürger trauen sich einfach nicht, alleine zu bestimmten Veranstaltungen hinzugehen." Hier müsste man ansetzen und die Leute eventuell persönlich ansprechen. Eine Aufstellung über Aktivitäten, speziell für die ältere Generation, hatte Max Gmeiner ausgearbeitet. Er schlug vor, einen Art Wochenplan mit abwechslungsreichen Angeboten anzubieten. Dabei sollten bestimmte Zeiten festgelegt werden, wie etwa um 9.30 Uhr und ab 14 Uhr. Bereits bestehende regelmäßige Treffen, wie Kaffeekränzchen, Stammtische usw. müssten dabei mit eingearbeitet werden und bestehen bleiben.

Boccia bis Nordic Walking

Es gäbe eine breite Palette von sportlichen Aktivitäten oder kultureller und geselliger Art, die zusätzlich angeboten werden könnten. Wie etwa Boccia, Nordic Walking, Minigolf oder Schwimmen im Freibad. Anbieten könnte man auch Führungen im Geschichtspark, im Knopfmuseum oder Ausflüge, wie etwa ins benachbarte Marienbad oder Franzensbad. Genutzt werden sollten auch weiterhin der Warmbadetag im Hallenbad, das gesellige Beisammensein in der BRK-Altenstube oder die Gymnastikstunden und vieles mehr. Auch in den Wintermonaten würden sich viele Möglichkeiten bieten, wie Tischtennis, Eisstockschieben oder auch Biathlon auf der Silberhütte. Gerne angenommen, so Vorsitzende Ingrid Leser, würden auch immer Wanderungen, wie etwa zur Blockhütte oder zur Wendermühle. Nicht vergessen sollte man, jüngere Mitbürger mit einzubinden, damit auch "alt und jung" zusammenkommen.

Seniorenbeauftragter Josef Zant regte einen Computerkurs in den Wintermonaten an. Bis zur nächsten Sitzung im April sollte von den Mitgliedern des Seniorenbeirates speziell für ihren Gemeindeteil eine Bestandsaufnahme der bestehenden Angebote und gemacht werden. Dann müsste vorerst ein Programm für die Sommermonate erstellt werden und den Senioren entsprechend vermittelt werden.

Vorschläge erwünscht

Wichtig für den Beirat wäre, wenn sich alle Senioren der Großgemeinde mit Wünschen, Anliegen, Vorschlägen und selbstverständlich auch mit Kritik beteiligen - im Sinne einer seniorengerechten und seniorenfreundlichen Gemeinde. Abschließend informierte Vorsitzende Ingrid Leser noch über die "Seniorenakademie Bayern 2015" und die Aktionswoche "Zuhause daheim" - Wohnen im Alter. Zu diesem Thema findet auch in Bärnau ein Aktionstag statt mit einem Vortragsabend am 7. Mai im Gasthof "Zur Post".
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