Kleine Freuden im Alltag

Lokales
Bärnau
04.12.2015
11
0

"Was bekommen's denn dafür", werden die Mitarbeiter der Nachbarschaftshilfe immer wieder gefragt. Nichts, denn es sind ehrenamtliche Kräfte wie Lotte Wegener oder Rauthgundis Nowak, die sich für die Lebensqualität ihrer Mitmenschen einsetzen. Und da kann auch ein Gespräch schon viel bewirken.

Die Nachbarschaftshelfer bringen Zuneigung für alte Menschen mit, von der Schülerin bis zur Rentnerin erfüllen sie ihre Einsätze mit großem sozialem Engagement. Zurzeit leisten etwa 25 Frauen und Männer praktische Hilfe in Situationen des täglichen Lebens. Vertrauen ist dabei eine der wesentlichen Voraussetzungen für die Arbeit der Nachbarschaftshilfe. Stellvertretend für diese meist unsichtbar im Hintergrund arbeitenden Helfer, ist das Engagement von Lotte Wegener und Rauthgundis Nowak. Seit sieben Jahren lebt die 74-jährige Lotte Wegener zusammen mit ihrem Mann in Hermannsreuth. Davor war sie 42 Jahre in München und betrieb mit ihrem Mann ein Nähmaschinen- und Kurzwarengeschäft. Sie sieht die Nachbarschaftshilfe als einen großen Gewinn in Bärnau - und wollte sich hier unbedingt mit engagieren.

Und so ist sie schon fast seit Anfang an mit dabei, fährt Essen aus, geht mit den älteren Leuten spazieren oder fährt mit ihnen zum Einkaufen. "Du setzt dich ab und zu einfach a weng hie und redest mit den einsamen Leuten, des tut ihnen gut." Und wenn Not am Mann ist, erzählt Lotte, wird auch schon mal die Wohnung geputzt. Oft nimmt sie auch ihren Hund mit. Weil viele ältere Leute einfach Tiere mögen, sie gerne mal streicheln möchten. Sie nimmt auch schon mal ältere Leute mit zu sich nach Hause zum Kaffeetrinken und zum Plaudern oder backt mit ihnen einfach mal einen Kuchen. Übrigens macht Lotte einen ganz leckeren Apfelstrudel. Die 77-jährige Rauthgundis Nowak wohnt in Hohenthan. Bevor sie vor 17 Jahren in Pension ging, war sie als Medizinisch-Technische Assistentin im Krankenhaus Weiden beschäftigt. Bereits seit einem Jahr serviert Gundi Nowak ihren "Kunden" Tag für Tag das "Essen auf Rädern". Bis jetzt bereits über 900 Essen innerhalb eines knappen Jahres. Und sie hilft auch des öfteren aus, wenn kurzfristig von den anderen ehrenamtlichen Helfern jemand durch Krankheit ausfällt.

Vertrauen wichtig

Diese abwechslungsreiche Arbeit macht ihr sichtlich Spaß, kommt sie doch so mit vielen unterschiedlichen Leuten ins Gespräch, lernt deren Sorgen und auch Ängste kennen. Sie unterhält sich mit den oft einsamen Leuten, liest ihnen ab und zu mal etwas vor, kauft für sie ein oder holt etwas für sie aus der Apotheke. "Kleine Freuden am Rande des Alltags für die älteren Leute." Wichtig sei vor allem das gegenseitige Vertrauen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Dezember 2015 (2649)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.