Mahlzeit und ein kleiner Plausch

Pünktlich um 11.30 Uhr an 365 Tagen im Jahr nehmen die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Nachbarschaftshilfe Bärnau die fertig gepackten Behälter mit den Mittagessen in Empfang. Im Bild sind Lotte Wegener und Ludwig Zandt die Ausfahrer. Die drei tschechischen Köche Martin, Ladislav und wie hier im Bild Robert, lassen sich dabei immer wieder besondere "Schmankerl" einfallen. An diesem Tag gab es übrigens einen Putenspieß mit Kartoffelgratin und gemischtem Salat. Und als Nachspeise Schokoladenmousse auf Fruchtco
Lokales
Bärnau
03.11.2014
2
0

Aktive Unterstützung ist für viele Senioren ein wichtiges Thema. Hier leistet die Nachbarschaftshilfe wertvolle Dienste, etwa mit dem Service "Essen auf Rädern". Schon 200 Mahlzeiten im Monat kommen so an die Kunden - und dazu noch manches kleine Gespräch.

Gerade während der Woche sind viele der älteren Einwohner in der Großgemeinde alleine und damit oft isoliert. Hilfe ist wichtig, damit diesen Menschen ein Leben zu Hause so lange wie möglich gewährleistet werden kann.

Ein Hauptthema der Nachbarschaftshilfe ist daher das "Essen auf Rädern". Wer nicht mehr selbst kochen möchte oder einfach nicht mehr dazu in der Lage ist, kann sich täglich oder an bestimmten Tagen ein fertig zubereitetes, vor allem auch leckeres Essen nach Hause bringen lassen und das durchaus zu einem annehmbaren Preis.

"Essen auf Rädern" startete im April 2013 mit 84 Mittagessen im Monat, mittlerweile sind es pro Monat über 200 und Ende des Jahres werden es voraussichtlich über 4000 Mittagessen sein, die von den ehrenamtlichen Helfern in Bärnau und in den umliegenden Gemeindeteilen ausgeliefert werden. Das erfordert natürlich auch mehr Arbeit, mehr Einsätze für die Fahrer der Nachbarschaftshilfe, denn das Mittagessen soll ja pünktlich zur Mittagszeit auf dem Tisch stehen. Und diese freundlichen Helfer nehmen sich auch gerne mal Zeit und haben immer ein offenes Ohr für die Anliegen und Sorgen ihrer Senioren - sie erfüllen ihren Einsätze mit sozialem Engagement.

Kleine Dienstleistungen

Gerade das "Essen auf Rädern" hat noch einen positiven Zusatzaspekt. Die Ausfahrer kommen direkt nach Hause zu ihren "Kunden". Und da kommt es schon des öfteren vor, dass sie gebeten werden, mal ein Rezept von der Apotheke mitzubringen, einen Brief mitzunehmen. Oder, wenn das Brot ausgegangen ist, am nächsten Tag ein frisches mitzubringen. Und diese Dienstleistungen werden gerne erledigt.

Dies alles für 365 Tage richtig zu organisieren ist eine schwierige Geschichte. Als Glücksgriff stellte sich dabei der Lieferant der Mittagessen, der "Gasthof zur Post", heraus. Denn bei der Bereitstellung des Mittagsessens geht es nicht nur um Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit. Auch eine Vielzahl an Sonderwünschen versucht das Team um Ludwig Fischer, insbesondere die Köche, zu erfüllen. Vor allem durch die mittlerweile deutlich gestiegene Anzahl von Essen kommt es an manchen Tagen zu mehrfachen Änderungen in der Bestellliste. Wenn irgendwie möglich, versuchen die mittlerweile befreundeten tschechischen Köche jeden Wunsch zu erfüllen. Häufigen Änderungen ergeben sich etwa auch durch Einweisungen ins Krankenhaus.

Spenden wichtig

"Eigentlich ist das gesamte Personal der 'Post' für die Nachbarschaftshilfe immer am Ball, im Sinne der guten Sache", beschreibt Fischer das Engagement. Und die Nachbarschaftshilfe ist für die Unterstützung sehr dankbar.

Dass die NBH überhaupt so gut läuft, ist vor allem den zurzeit etwa 24 ehrenamtlichen Frauen und Männern zu verdanken, die mit großem Engagement bei der Sache sind und praktische Hilfe in Situationen des täglichen Lebens in dieser Einrichtung leisten. Da inzwischen die Förderung weggefallen ist, muss sich die Nachbarschaftshilfe ausschließlich durch Spenden finanzieren.
Weitere Beiträge zu den Themen: November 2014 (8193)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.