Mehr Schotter gegen Otter

Die politische Prominenz der Oberpfalz, mit Bezirkstagspräsident Franz Löffler (Sechster von links) an der Spitze, eröffnete im Beisein der Oberpfälzer Teichnixe Lena Bächer aus Muckenthal die Oberpfälzer Fischsaison 2015 im Fischzuchtbetrieb "Wendermühle" bei Bärnau. Bild: Götz
Lokales
Bärnau
25.09.2015
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Der Erhalt der Artenvielfalt in der Oberpfälzer Fischlandschaft stand im Mittelpunkt des Fischsaison-Auftakts in der Bärnauer Wendermühle. Bezirkstagspräsident Franz Löffler versprach Hilfe gegen die "neuen Gastfischer".

"Artenvielfalt und Qualität - der unentdeckte Schatz der Oberpfälzer Fischerei" - unter diesem Motto eröffnete Bezirkstagspräsident Franz Löffler in der Fischerhütte Wendermühle bei Bärnau (Landkreis Tirschenreuth) die Oberpfälzer Fischsaison 2015. "Auf den Oberpfälzer Tisch gehört ein Oberpfälzer Fisch", sagte er mit Blick auf vermehrte Billigprodukte in Kühlregalen beispielsweise bei Discountern.

Löffler sprach von einem "qualitativ hochwertigen Juwel", bei dem viele regionale Aspekte zusammenwirken würden. "Die Fähigkeiten unserer Fisch- und Teichwirte, die Wasserqualität und der Naturschutz gehen in der Oberpfalz auf konstant hohem Niveau Hand in Hand." Dafür setze sich der Bezirk seit Jahren ein und werde das auch zukünftig tun. Der Bezirkstagspräsident schloss auch aktuelle Herausforderungen in seine Ausführungen ein. So mache der Fischotter den Fisch- und Teichwirten zu schaffen.

"So ein Otter verschlingt auch einen Karpfen mit drei oder vier Kilo", warf Alfred Stier, Inhaber der Fischzucht in der Wendermühle und Bärnauer Bürgermeister, ein. Der Bezirk habe die Problematik bei den zuständigen Ministerien aufgezeigt, doch "bevor der Fischotter-Bestand reguliert werden darf, stehen dessen Schutz und die Entschädigung für Züchter voran", sagte Löffler. Der Bezirk habe zwar keine Entscheidungskompetenz, werde aber gegen das Aussterben der Teichwirte vorgehen. "Wir müssen uns dieses kulturelle Erbe für die Zukunft bewahren."

Luitpold Edenhart, Vorsitzender des Fischereiverbandes Oberpfalz, erinnerte an die Vorfahren, bei denen Fisch schon zu den Leibspeisen zählte. Der Slogan der Artenvielfalt des Fisches sei treffend, "da Fische viele kulinarische Abwandlungsmöglichkeiten bieten, so dass deren täglicher Genuss ohne Wiederholungen möglich ist". Gastgeber Alfred Stier bedankte sich bei Löffler für die Unterstützung in der Fischotter-Problematik. "Die Ministerien fordern Studien, deren Erstellung alleine drei Jahre dauert. Wer soll da überleben?"
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