Mehrheit gegen Barzuwendung

Lokales
Bärnau
14.03.2015
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Der Bärnauer Stadtrat will das Siklanglaufzentrum "nicht im Regen stehen lassen". Einen extra Zuschuss wird es nicht geben. Wohl aber Gespräche, in denen gemeinsam nach einer dauerhaften Lösung gesucht werden soll.

Umfassende Investitionen in Anlage und auch Personal haben die Ausgaben des Fördervereins wachsen lassen. Bereits in der zurückliegenden Sitzung hatte Schatzmeister Albert Bauer auf das Defizit von rund 40 000 Euro aufmerksam gemacht - und die Unterstützung der Stadt erbeten.

Bei der Sitzung am Donnerstag konnte Bürgermeister Alfred Stier dies nicht empfehlen. Den Förderantrag in Höhe von 10 000 Euro wollte dann auch die große Mehrheit des Stadtrats nicht mittragen. Dabei wollte Stier aber nicht den Eindruck aufkommen lassen, die Stadt stehe nicht zu der Anlage auf der Silberhütte. So sei man gerade bei der Finanzierung der jüngsten Baumaßnahmen in Vorleistung gegangen. Aktuell würden noch 260 000 Euro an Fördergeldern für den Bau des Funktionsgebäudes ausstehen.

Hubert Häring (Christlich Freie Wählergemeinschaft) wertete das Langlaufzentrum als ein "Aushängeschild" der Region. "Wir stehen hier in der Pflicht", warb Häring für die Unterstützung. Johannes Dill (SPD) erkundigte sich, ob zwischenzeitlich weitere Gespräche zwischen Stadt und Förderverein stattgefunden hätte. "Nein", gab Stier hier zur Antwort. Gottfried Beer (SPD) verwies auf die umfassenden Aufgaben den Gemeinde, die mit geringeren Einnahmen und weniger Einwohner zu kämpfen hätte. Hier müssten zahlreiche Aufgaben geschultert werden. Das Skilanglaufzentrum wollte der SPD-Rat durchaus unterstützen, aber nur in einer überörtlichen Gemeinschaft.

Alte "Verwerfungen"

Für einen Kompromiss und vor allem weitere Gespräche setzte sich Alfred Wolf von der Jungen Wählergemeinschaft ein. "Wir brauchen ein Betriebs- und Finanzierungskonzept", so Wolf. Allerdings müssten auch vorhandene "Verwerfungen" aufgearbeitet werden, gerade um eine nachhaltige Lösung zu finden. "Wieder ein Ausschuss, bei dem nix rauskommt", wehrte Häring die Idee einer weiteren Runde ab.

Doch vor weiteren Gesprächen will die Stadt keine weiteren Schritte unternehmen. Gegen die Stimmen von Hubert Häring und Engelbert Träger (CSU) lehnte das Gremium den Antrag auf eine Barzuwendung von 10 000 Euro zur Finanzierung des laufenden Betriebs des Förderzentrums ab. Einstimmig wurde dagegen beschlossen, dass der Stadtrat einen gemeinsamen Weg zur Lösung der finanziellen Probleme suchen soll. Von seiten der Stadt sollen an den Gesprächen jeweils ein Vertreter der Fraktionen teilnehmen.

Neue Parkplatzgebühren

Beim Thema Parkplatzgebühren an der Silberhütte zeigte sich der Stadtrat dann aufgeschlossen. Einstimmig wurde eine überarbeitete Satzung gebilligt. Die Formulierung, dass der Förderverein "bis zu sechs Euro" für die Tageskarte verlangen könnte, sei dem Landratsamt zu "schwammig" vorgekommen. Die neue Satzung sieht in der Wintersaison (15. November bis 30. März) für drei Stunden 3 Euro und für sechs Stunden 5 Euro vor. In der Sommersaison wird eine Tagesgebühr von einem Euro festgelegt, für Wohnmobile ganzjährig 10 Euro.
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