Millionen für mehr Sicherheit

Viele haben sich für die Ortsumgehung von Bärnau eingesetzt, ein paar durften bei der Verkehrsfreigabe den entscheidenden Schnitt vornehmen. Ab sofort führt die Ost-West-Achse im Bogen an der Stadt vorbei. Im Bild (von links): Henner Wasmuth, Leiter des Bauamts Amberg-Sulzbach, MdL Tobias Reiß, Landrat Wolfgang Lippert, Staatssekretär Gerhard Eck, Bürgermeister Alfred Stier, MdL Annette Karl und Bürgermeister Roland Grillmeier. Bild: ws
Lokales
Bärnau
19.05.2015
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Nicht ohne Gefahr hat sich der Verkehr gerade in den Jahren seit der Grenzöffnung durch die Knopfstadt gedrückt. Lärm und Schmutz waren stete Begleiter. Ab sofort ist es damit vorbei: Die Umgehung lenkt alle elegant am Ort vorbei.

Gut 15 Jahre zurück reicht der Wunsch der Menschen, gerade den Grenzverkehr wieder aus der Ortschaft zu bekommen. Viele haben seitdem "angeschoben", allen voran Ministerpräsident Horst Seehofer, aber auch Planer und Behörden. Im Herbst 2012 folgte dann der Baubeginn. Rund 8,1 Millionen Euro sind seitdem investiert worden, in 4,2 Kilometer Straßen und zwei Bauwerke. Vor allem aber in den Schutz der Menschen entlang der Ortsdurchfahrt. Sicherer werde natürlich auch der Weg für die Autofahrer auf der Ost-West-Achse zwischen Tschechien und der Autobahn, betonte Staatssekretär Gerhard Eck gestern bei der Verkehrsfreigabe. Als ein historisches Ereignis bezeichnete Bürgermeister Alfred Stier die Verkehrsfreigabe - und dazu hatte MdL Eck, Staatssekretär für Bau und Verkehr, passend den "fränkischen Sonnenschein" mitgebracht. Der gesellte sich zu strahlenden Gesichtern von "Honoratioren, Eminenzen und Exzellenzen", so Eck, die zum offiziellen Bauende gekommen waren. Freuen durften sich aber auch "einfachen Gäste", denn allen spendierte die Stadt nach dem offiziellen Teil einen kleinen Imbiss.

Wichtiger Wirtschaftsweg

In den Reden wurden an erster Stelle allen, die sich für die Realisierung der Umgehung eingesetzt haben, gedankt. Dabei erwähnte Stier auch die Bereitschaft der Grundbesitzer, die Flächen abzugeben. Mit Blick auf eine leistungsfähige Staatsstraße zwischen Tschechien und der A 93 hoffte Eck bald auf einen weiteren Termin an der künftigen Ortsumgehung Plößberg. Beim laufenden Planfeststellungsverfahren seien bislang keine größeren Probleme aufgetreten.

Landrat Wolfgang Lippert bewertete die Umgehung als Wirtschaftsweg Richtung Tachov und hoffte, dass auch in Tschechien eine entsprechende Fortsetzung zustande kommt. Die Notwendigkeit der Umgehung zeigte sich auch in der großen Akzeptanz der Straßenbaumaßnahme in der Bevölkerung. Alfred Stier wollte bei aller Freude über die Umgehung dem Gast aus München gleich den nächsten Wunsch mit auf den Weg geben: Die finanzielle Unterstützung bei der Sanierung der Ortsdurchfahrt von Bärnau. (Ausführlicher Bericht folgt)
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