Mit Einbaum auf "Hoher See"

Begeistert vom Geschichtspark waren die Teilnehmer der Wunschaktion für Familien des VKKK Ostbayern. Das Gruppenbild entstand unterhalb der Motte, der mittelalterlichen Turmhügelburg. Bild: hfz
Lokales
Bärnau
31.08.2015
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50 Kinder aus den Landkreisen Tirschenreuth, Schwandorf und Regensburg tauchten in die Geheimnisse des Mittelalters ein. Der Geschichtspark Bärnau-Tachov machts möglich.

Bei dem Begriff Museum denken die meisten Menschen in erster Linie an viele Räume, in denen angestaubte Dinge in zahlreichen Schaukästen ausgestellt sind. Bei der jüngsten Wunschaktion für die Familien des Vereins zur Förderung krebskranker und körperbehinderter Kinder (VKKK) Ostbayern aus Regensburg ging es auch in ein Museum. Aber das ist alles andere als starr.

Etwa 50 Kinder und Jugendliche aus den Landkreisen Tirschenreuth, Schwandorf und Regensburg sowie Geschwisterkinder und Eltern waren der Einladung gefolgt und erlebten einen gemeinsamen Aktionstag im Geschichtspark Bärnau-Tachov. Schnell war allen klar, dieses Freilichtmuseum ist kein herkömmliches Museum, sondern ein lebendiger Ort, der zum Mitmachen einlädt und dem Besucher auf unterhaltsame Weise ein authentisches Abbild des Mittelalters vermittelt.

So machte die Gruppe eine spannende Zeitreise und besichtigte das nachgebaute slawische Dorf mit den unterschiedlichen damaligen Baustilen, bei denen eher Lehm und Steine verwendet wurden und es noch keine Ziegel gab.

Große Augen machten die jungen Leute, als sie erfuhren, dass in diesen frühen Zeiten der Menschheit bis zu sieben Personen in den kleinen Hütten ohne Tageslicht lebten und Kinder keine eigenen Zimmer hatten. Am Ende der Führung wurde die imposante Turmhügelburg erklommen. Von dort aus genossen die Teilnehmer die Aussicht von oben.

Außerdem durften die begeisterten Kinder auch an verschiedenen Workshops teilnehmen. Eine Gruppe versuchte sich am Feuer schlagen, um im Anschluss selbst gebackenes Stockbrot zu genießen. Die andere Hälfte stach mit dem Einbaum in See. Ausgerüstet mit Schwimmwesten und Paddel schafften alle Teilnehmer in Vierer-Gruppen die Rundfahrt um die Insel auf dem Teich.

Nachdem alle wieder an Land waren, wurde die Gruppe in die Kunst des Speerwerfens eingewiesen und die jungen Ritter sowie Burgfräulein versuchten ihr Glück. Sie waren stolz auf ihre zahlreichen Treffer. Die unzähligen Eindrücke und vielen Erlebnisse machten hungrig. Neben einem gemeinsamen Abendessen im Restaurant war den ganzen Tag über ein Büfett mit selbst gebackenen Kuchen und "Käichln" geöffnet.

Zum Abschluss gab es noch eine besondere Überraschung: Eine Tombola ohne Nieten mit zahlreichen FC-Bayern-Fanartikeln und Spielwaren, die örtliche Firmen spendiert hatten.

Organisiert hatte den Erlebnistag Elisabeth Beimler, die selbst betroffene Mutter ist. Unterstützt wurde sie von Nadine Guggenberger vom Arbeitskreis Herzenswünsche beim VKKK Ostbayern. Die Organisatorinnen bedanken sich bei allen, die diesen Erlebnistag in irgendeiner Form unterstützt haben.
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