Mit Nachbarn mehr anschieben

Lokales
Bärnau
11.12.2014
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10 Todesfälle mehr als Geburten, 28 Wegzüge mehr als Zuzüge: Die Einwohnerzahl sinkt weiter. Allerdings hatte Alfred Stier in der Bürgerversammlung auch erfreuliche Meldungen.

Der Schuldenstand der Gemeinde liege bei 1,5 Millionen Euro anstatt bei 2,2 Millionen wie geplant, sagte der Bürgermeister. Positiv wirkten sich die höheren Gewerbesteuereinnahmen aus. Aktuell erwarte die Stadt noch offene Förderungen in Höhe von 1 Million Euro. Dem stünden offene Rechnungen von 350 000 Euro gegenüber, etwa für Funktionsgebäude und Kanal Silberhütte, Kinderkrippe, Freibad Altglashütte, Feuerwehrhaus Schwarzenbach und Turnhalle Bärnau.

Die Kommunal-GmbH der Stadt sei erfreut über das erste Betriebsergebnis, betonte Stier. 19 000 Euro Gewinn seien zu versteuern. Angeschafft wurden über die GmbH unter anderem der Schulbus, Frontmulcheinrichtungen, ein Kipper, die Lautsprecheranlage für Sitzungen und ein neuer Traktor. Der neue Zusammenschluss "Ikom Stiftland" habe seinen Sitz in Bärnau und werde von Wolfgang Kaiser federführend betreut (wir berichteten).

126 Bürger evangelisch

Anfang Dezember waren in Bärnau 3420 Einwohner gemeldet, 47 weniger als vor Jahresfrist. 3018 Bürger sind katholisch, 126 evangelisch. Es gab 15 Geburten und 25 Sterbefälle, 79 Zuzüge und 107 Wegzüge, zitierte der Bürgermeister aus der Statistik.

Ein großes Thema in der nächsten Stadtratssitzung sei die Tourismus-Stelle. Nach bis Januar laufe die Ausschreibung zur Breitbandversorgung. Es sollten durch direktes Verlegen von Glasfaserkabeln alle, auch Einzelgehöfte, angeschlossen werden. Dank der Kooperation mit Mähring erhalte Bärnau 50 000 Euro mehr an Förderung.

In der Diskussion bedauerte Josef Zant, dass nach der anfänglichen Euphorie bei der Grenzöffnung Aktionen wie Schulpartnerschaft und Tschechisch-Kurse weitgehend eingeschlafen seien: "Es findet nichts mehr statt", regte Zant eine Neubelebung des Zusammenwachsens an. Er bat den Bürgermeister, hier mit anzuschieben. Josef Zant und Wolfgang Kellner nannten Ideen zu grenzüberschreitenden Angeboten, etwa geführte Mountainbike-Touren, Wanderungen zum größten Wasserfall oder zur größten Fichte zwischen Bayern und Tschechien.

Seniorenbeauftragter Josef Zant übermittelte ein Anliegen von Hedwig Ducheck. Sie bat, die Birken gegenüber ihrer Wohnung in der Parkstraße auf Beschädigungen zu prüfen. Laut Bürgermeister wurden schon vor zwei Jahren einige Bäume entfernt. Nächstes Jahr würden sie wieder angeschaut.

Frage nach Asylbewerbern

Maria Gleißner von der Nachbarschaftshilfe wollte wissen, ob das Thema Asylbewerber oder Flüchtlinge vorerst erledigt sei oder ob ein Privathaus für diesen Zweck vermietet wurde. Dazu wusste Alfred Stier, dass es vor vier Wochen noch 62 Angebote für den Landkreis gegeben habe, aber noch nichts entschieden sei.

Herbert Jung fragte, ob es Ambitionen der Stadt gibt, das Skilanglaufzentrum personell zu unterstützen. Laut Bürgermeister wird das Thema am Freitag bei der Generalversammlung angesprochen. Der Stadtrat habe angeboten, eine Person in der ruhigen Zeit befristet über die Kommunal-GmbH anzustellen, was abgelehnt worden sei. Siegfried Walter konnte einiges dazu sagen, wie die 600 Überstunden im ersten Jahr zustande kamen.

Markierung fehlt

Maria Gleißner bemängelte, dass die Bärnauer Internetseite hinsichtlich der Stadtratssitzungen nicht auf dem neuesten Stand sei. Josef Dill wollte wissen, ob es noch strittig sei, wer die Wasserleitung bezahlt. Hier hat die Stadt laut Bürgermeister einen Anwalt eingeschaltet. Martha Jung monierte die fehlende Markierung an der engen Straße in Thanhausen, es müsse auf das Bankett ausgewichen werden.
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